15.05.2020 News aus der Region

Sexualdelikt in Liestal: Ermittler wollen Bilder veröffentlichen

Staatsanwaltschaft konnte mutmass­lichen Täter bislang nicht identifizieren. Meldet er sich nicht bald, stellt sie Fotos von ihm ins Netz.

Symbolbild / Bilddatenbank Kanton Basel-Stadt

Weil im Zusammenhang mit einem Sexualdelikt ein tatverdächtiger Mann trotz umfangreichen Ermittlungen bislang nicht identifiziert werden konnte, plant die Baselbieter Staatsanwaltschaft nach Ablauf einer Frist Bilder des mutmasslichen Täters zu veröffentlichen. 

Wie die Behörde am Freitag mitteilt, handle es sich bei dem Fall um einen sexuellen Übergriff auf eine 60-jährige Frau im Gebiet Allee in Liestal, welcher sich am Sonntagnachmittag des 5. April 2020 ereignet hat.

«Als sich das spätere Opfer bei den Containern der Recyclingstation aufhielt, wurde sie von einem älteren unbekannten Mann in ein mehrminütiges Gespräch verwickelt und anschliessend hinter einen Container gezogen, wo es zum sexuellen Übergriff auf die Frau kam», schreibt die Staatsanwaltschaft.

Zeugen hätten den Vorfall beobachtet und den tatverdächtigen Mann, der mit dem Opfer hinter einem Container verschwunden war, direkt angesprochen. Dieser habe sich daraufhin mit einem blau-weissen Mountain-Bike in unbekannte Richtung entfernt. Das Opfer blieb körperlich unverletzt.

Den Zeugen war es nicht nur möglich, mit dem jetzt gesuchten Mann zu sprechen, sondern ihn auch zu fotografieren. 

Die Staatsanwaltschaft gibt ihm nun Zeit, sich bis am 26. Mai bei den Strafverfolgungs-Behörden zu melden. Ansonsten würden die vorliegenden Fotos «in einer ersten Phase verpixelt, danach gegebenenfalls unverpixelt veröffentlicht.»

Dieses Vorgehen entspreche dem dreistufigen Modell der Schweizerischen Staatsanwälte-Konferenz. (red.)

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