Umstrittene Rheinterrassen: Baubeginn am 13. Juli
Der Grosse Rat hat im Januar den Kredit von 387'000 Franken gesprochen. Die Montage soll bis Ende August andauern.

Am Montag, dem 13. Juli 2020, startet das Tiefbauamt die Montagearbeiten für die umstrittenen «Rheinterrassen» bei der Mittleren Brücke. Dies teilt das Bau- und Verkehrsdepartement am Donnerstagvormittag mit.
Im Januar hatte der Grosse Rat den Kredit von 387'000 Franken für den Bau gesprochen. Das Vorhaben war im Parlament umstritten und auch aus der Anwohnerschaft sind diverse Einsprachen eingegangen.
Nun ist es aber soweit: Die Holzterrassen sollen in den kommenden drei Jahren die bestehenden Sitzstufen in der Nähe der Mittleren Brücke am Rhein erweitern. Die Konstruktion solle anlässlich der Internationalen Bauausstellung IBA Basel 2020 «einen Akzent setzen», heisst es im Communiqué.
Die Montage dauert voraussichtlich bis Ende August. In einem ersten Schritt erstelle das Tiefbauamt die Fundamente. Anschliessend werden die Terrassen aus vorgefertigten Holz- und Stahlelementen am Rheinbord montiert.
«Aufgrund von Einsprachen verzichtet der Kanton auf die ursprünglich vorgesehene Plattform direkt am Wasser. Für Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Velofahrende bleibt die Rheinpromenade während den Arbeiten stets offen. Für Rheinschwimmerinnen und Rheinschwimmer gibt es keine Einschränkungen», schreibt das Baudepartement weiter.
Die drei übereinandereliegenden Terrassen schliessen an die bestehenden Steinstufen an. Auf Höhe des Oberen Rheinwegs 23-37 gelegen, sind sie rund 28 Meter lang. Zwischen den Rheinterrassen und der Grünrabatte auf dem Oberen Rheinweg sollen zusätzliche Hocker und Holzbänke zu stehen kommen.
Der Rhein als Mittelpunkt der Region
Das Gebilde ist Teil einer «trinationalen Vision des Rheins als Mittelpunkt der Region», heisst es im Communiqué des Kantons.
In der Projektgruppe IBA «Rheinliebe» arbeiten über 20 Gemeinden der trinationalen Agglomeration Basel zusammen, um «die Rheinlandschaft als Erholungs- und Naturraum in Wert zu setzen und erlebbarer zu machen».
Im Jahr 2020 und darüber hinaus sollen die Rheinufer von Stein, Bad Säckingen, über Muttenz, Birsfelden und Basel bis Bad Bellingen und Kembs zugänglicher und durchgängiger gestaltet sowie die Uferlandschaft einladender werden.
Im Frühling 2021 soll dann die IBA Basel EXPO in der Ausstellung «Gemeinsam Grenzen überschreiten» zeigen, wie durch «innovative Wege», über Grenzen hinweg, neue Lebensräume für die Bevölkerung geschaffen werden können, so das Baudepartement.
Die zentrale Ausstellung, in der alle Projekte gezeigt werden, findet vom 30. April bis 6. Juni 2021 auf dem Vitra Campus in Weil am Rhein statt. (red)
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