Nur 17 Corona-Fälle unter 30'000 Personen an Basler Schulen
Bilanz vor Herbstferien: Situation sei im Griff, Massnahmen zeigen Wirkung, Schutzkonzepte in Geschäften werden eingehalten.

Nur noch zweimal schlafen und zehntausende Schülerinnen und Schüler in Basel verabschieden sich in die Herbstferien. Anlässlich der anstehenden Wochen äusserten sich heute Mittwoch Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger und Kantonsarzt Thomas Steffen zur Corona-Lage in Basel-Stadt.
Beide zeigten sich davon überzeugt, dass die zusätzlichen ergriffenen Massnahmen ihre Wirkung gezeigt haben und das Ansteigen der Infektionszahlen im August und September abgebremst haben.
Kantonsarzt Thomas Steffen zog Bilanz: «Aus unserem Contact Tracing sehen wir, dass die Ansteckungsorte nach wie vor breit gestreut sind und überall auftreten können. Das Virus ist also immer noch da. Im Moment erkranken im Kanton Basel-Stadt vor allem 21- bis 30-jährige Personen.»
Die Schulen gehören erfreulicherweise allerdings nicht zu den Ansteckungsquellen. So gab es seit Schulbeginn nach den Sommerferien nur 17 positiv getestete Personen (zwei Erwachsene, 15 Kinder und Jugendliche) von insgesamt rund 30’000 Schülerinnen und Schülern sowie Lehr- und Betreuungspersonen.
Die Schutzkonzepte der Schulen und Kitas hätten somit gut funktioniert. Bis heute war keine gesamte Klassenquarantäne nötig. Durch das Greifen der Quarantänemassnahmen sei es zudem zu keinen Sekundärfällen in einer Schul-Institution.
Grossveranstaltungen ab 1. Oktober erlaubt
Bezüglich den zusätzlichen Massnahmen, wie Schuztmasken in den Geschäften, sagte Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger: «Wir möchten mit tiefen Fallzahlen in die kühlere Jahreszeit starten, vor der wir Respekt haben. Bisher klappt das, und ich danke der Bevölkerung für ihre Mitwirkung.»
Ab dem 1. Oktober sind Grossveranstaltungen in der Schweiz grundsätzlich wieder möglich. Es mache keinen Sinn, diesen Entscheid kantonal zu übersteuern, sagte Engelberger.
Wenn die Fallzahlen jedoch regional dramatisch ansteigen und die epidemiologische Lage sich verschärfen würde, habe das Gesundheitsdepartement die Möglichkeit, eine Bewilligung für das Durchführen von Grossveranstaltungen nicht zu erteilen respektive eine erteilte Bewilligung zu widerrufen.
1‘900 Stichprobenkontrollen von Schutzkonzepten
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Pandemie-Bekämpfung seien weiterhin die Schutzkonzepte in diversen Alltagssituationen.
Der Kanton hat bisher 1'873 Stichprobenkontrollen von Schutzkonzepten durchgeführt. Darunter 181 auf Baustellen sowie 1‘692 in diversen Betrieben wie Coiffeur-Geschäften, Lebensmittelläden, Gastronomiebetrieben, Blumenläden oder Museen.
Mängel, die vorgefunden wurden, waren nach wie vor «kleinerer Art». Bis zum 16. September seien rund 15 vorübergehende Betriebsschliessungen verfügt worden. Die betroffenen Betriebe sind nach Nachbessern der Schutzkonzepte inzwischen wieder geöffnet.
Mit den Herbstferien werden wohl vermehrt wieder Reisen ins Ausland unternommen. Im Hinblick darauf sei das Einhalten der Quarantäneregeln wichtig. Die Einreise aus einem Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko ist nach wie vor innerhalb von zwei Tagen nach der Einreise dem Domizil-Kanton zu melden. (red)
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