Freizeit und Familie als grösste Ansteckungsquellen
Basler Gesundheitsdepartement veröffentlicht Freitags-Bulletin

Wie das Basler Gesundheitsdepartement in seinem Freitags-Bulletin bekanntgibt, verzeichnet der Kanton derzeit 399 aktive Fälle. 19 Personen befinden sich in einem Basler Spital in Behandlung. Zwei davon benötigen Intensivpflege. Die Lage in den Pflegeheimen präsentieren sich im Moment ruhig, so die Behörden.
In Quarantäne befinden sich 725 Baslerinnen und Basler: 387 Reiserückkehrende und 538 enge Kontaktpersonen von infizierten Personen.
«Die Zahl der Reiserückkehrenden nimmt aktuell ab, während die Zahl der engen Kontaktpersonen stark ansteigt. Die Zahl der seit Pandemiebeginn insgesamt 1'878 Infektionen im Kanton Basel-Stadt setzt sich zusammen aus 1'425 genesenen Personen, 54 Todesfällen und 399 aktiven Fällen», schreibt das Gesundheitsdepartement.
Die aktuellen Ansteckungsquellen seien in den letzten vier Wochen breit gestreut gewesen. Seit dem 25. September wurden
573 Neuinfektionen festgestellt. 30 Prozent davon konnten bekannten oder vermuteten Ansteckungsquellen zugeordnet werden.
- Freizeit: 28 Prozent
- Familie: 20 Prozent
- Arbeit: 17 Prozent
- Flugzeug oder auf Reisen: 9 Prozent
- Treffen mit der Familie oder Freunden: 6 Prozent
Viele Corona-Fälle bei Kindern
Wie das Gesundheitsdepartement weiter informiert, seien in der laufenden Woche mehr als 30 positive Fälle in Schulen aufgetaucht. Diese Zahl erfordere «Aufmerksamkeit». Betroffen seien seit dem Bulletin von Dienstag ein weiterer Kindergarten und eine Kita.
Insgesamt sind aktuell rund 300 Kinder in Basel-Stadt in Quarantäne. Sie kamen laut den Behörden jeweils mit erkrankten Lehr- oder Betreuungspersonen in Kontakt. Damit sind rund 300 Familien von einer Quarantänesituation betroffen.
«Die kantonsärztlichen Dienste klären in diesen Fällen jeweils ab, wer wie der Infektionssituation wie lange ausgesetzt war und wer alles genau in Quarantäne muss. Die Abklärungen, ob beispielsweise eine Quarantäne für die ganze Klasse oder Kita angezeigt sind, benötigen etwas Zeit», so das Gesundheitsdepartement. (red.)
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Was tun bei positivem Testresultat
Zu dieser Frage hält Kantonsarzt Thomas Steffen im Freitags-Bulletin fest:
«Als erstes gilt es natürlich, sich sofort zu isolieren. Überlegen Sie dann, mit wem Sie sehr enge Kontakte hatten. Es hilft uns, wenn Sie diese engen Kontaktpersonen schon darüber informieren, bevor wir Sie kontaktieren. Es beschleunigt alle Anstrengungen, der weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegenzutreten.»
Wie Steffen weiter ausführt, befinde man sich angesichts der stark steigenden Infektionszahlen nun in einer «Phase des Selbstmanagements». Durch dieses Verhalten könne «ein Beitrag zur Eindämmung der Pandemie» geleistet werden.
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