15 Lehrer an einer Basler Schule in Quarantäne
Basler Gesundheitsdepartement veröffentlicht Dienstags-Bulletin zu Corona-Pandemie

Seit Freitag wurden in Basel-Stadt 312 neue Infektionen gezählt. Dies teilt das Basler Gesundheitsdepartement in seinem aktuellen Dienstags-Bulletin zur Corona-Pandemie mit. Die 14-Tage-Inzidenz pro 100'000 Einwohner (kritischer Wert bei 60) liege bei 534.
Insgesamt befinden sich derzeit 840 positiv getestete Personen in Isolation, 2'376 Personen sind in Quarantäne.
In einem Basler Spital hospitalisiert sind derzeit 77 Personen. Zwölf davon benötigen Intensivpflege.
Seit Ausbruch der Pandemie hat Basel-tadt 2'800 Infektionen registriert. 1'906 positiv getestete Personen sind wieder gesund, 54 Personen sind verstorben.
Wie die Behörden schreiben, seien die Ansteckungsquellen breit gestreut. Bei den positiven Fällen der letzten vier Wochen hätten 26 Prozent zugeordnet werden können. Demnach sind die häufigsten Ansteckungsquellen die folgenden:
- Familie (30 Prozent)
- Freizeit (21 Prozent)
- Arbeit (17 Prozent)
- Treffen mit der Familie oder Freunden (7 Prozent)
- Flugzeug oder auf Reisen (6 Prozent)
«Mit dem Ansteigen der Fallzahlen sind nun auch Covid-19-Infektionen bei Bewohnenden in Pflegeheimen aufgetreten. Bisher wurden total elf Bewohnende in vier Pflegeheimen positiv getestet», schreibt das Gesundheitsdepartement.
Zahlreiche Lehrer in Quarantäne
Bezüglich der Situation an den Schulen lässt sich Markus Ledergerber, Leiter Kinder- und Jugend-Gesundheitsdienst, im Presscommuniqué wie folgt zitieren:
«Mittlerweile kommen immer wieder positive Testresultate von Lehrpersonen – seltener einer Schülerin respektive eines Schülers – oder die nötige Quarantäne einer Lehrperson vor. Und mittlerweile kennen im Schulumfeld fast alle eine Familie, deren Kinder und in der Folge mindestens ein Elternteil unter Quarantäne gestellt werden mussten»
Dieser Umstand gehöre in die «jetzige Phase» mit hohen Ansteckungszahlen, breit gestreuten Ansteckungsquellen und dem gleichzeitig stattfindenden Schulunterricht. Ledergeber bitte alle, mit der Lage «sorgfältig und unaufgeregt umzugehen».
Die Schutzkonzepte an den Schulen seien «gut», Schwachpunkte hingegen seien gemeinsame Sitzungen oder Pausen, die ohne Maske abgehalten würden. Aus diesem Grund hätten sich in den letzten Tagen «immer wieder» kleinere Gruppen von Lehrpersonen unter Quarantäne gestellt.
«Ausserdem erhielt an einem Standort eine Lehrperson ein positives Testresultat, was zur Folge hatte, dass 15 der rund 100 Lehrpersonen in Quarantäne mussten. Die Schulen organisieren in einem solchen Fall Stellvertretungen, damit der Unterricht weiter stattfinden kann», so das Gesundheitsdepartement. (ck)
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