Baselbieter Unternehmen baut über 50 Stellen ab
Das Biopharmaunternehmen Santhera reagiert mit einer Massenentlassung auf die Krise. Der Firmenstandort in Pratteln steht auf dem Spiel.

Mehr als jede zweite Stelle baut die Firma Santhera weltweit ab. Dies berichtet die BaZ heute Montag. Wieviele Stellen in der Region gestrichen werden, wird nicht erläutert.
Der Grund für die Entlassungen im grossen Stil sei ein «herber Rückschlag bei der Entwicklung eines Medikaments.» Das Mittel «Puldysa» hätte Santhera Einahmen von mehr als 500 Millionen Franken einbringen sollen, erzielte die erhoffte Wirksamkeit jedoch nicht.
Deshalb muss sich das Unternehmen laut BaZ nun «zwangsläufig» auf die Entwicklung von Medikamenten gegen Muskelschwund fokussieren. Das erwartete Potential des derzeiten entwickelten Medikaments liegt wie jenes von «Puldysa» bei einem Umsatz von einer halben Milliarde Franken pro Jahr.
Der Personalabbau hilft dem Unternehmen, welches ums Überleben kämpfe, dabei, die Kosten zu reduzieren. Stand jetzt ist die Liquidität von Santhera bis Mitte des nächsten Jahres gesichert.
Laut BaZ steht bei den Sparmassnahmen auch der Standort Pratteln auf dem Spiel. Da die Büroräume derzeit nicht ausgelastet sind, bestehe hier Sparpotential.
Ein Umzug des Unternehmens nach Allschwil, wo das neue Lifescience-Mekka des Baselbiets am Entstehen sei, sei durchaus denkbar. (red)
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