Basler fallen bei Verkehrs-Regeln durch: Polizei verteilt 124 Bussen
Der Fokus von zehn Kontrollen in der Innenstadt richtete sich auf die Einhaltung des Fahrverbots in Fussgängerzonen.

Die Kantonspolizei Basel-Stadt hat Gas gegeben: In den letzten zwei Wochen führte die Sicherheitsbehörde zehn Verkehrskontrollen in der Innenstadt durch, wie sie am Mittwochvormittag mitteilt. Dabei habe sie 124 Ordnungsbussen ausgeteilt.
Der Fokus der Kontrollen richtete sich auf die Einhaltung «des allgemeinen Fahrverbots in den Fussgängerzonen.»
Gebüsst wurden 92 Velofahrende und drei Motorfahrzeuglenker wegen Nichtbeachtens des Vorschriftssignals «Fussgängerzone». Weiter büsste die Kantonspolizei 20 Velofahrende, die das Signal «Einfahrt verboten» nicht beachtet hatten.
«Passanten äusserten sich dankbar für den Schutz der Fussgänger, während viele gebüsste Personen wenig Einsicht zeigten.»
Die Kantonspolizei Basel-Stadt bezüglich der Reaktionen der Gebüssten
Hinzu kam eine einzelne Ordnungsbusse wegen Fahrens ohne Licht «bei beleuchteter Strasse nachts». Ferner wurden acht Motorfahrzeuglenker wegen Missachtung des Signals «Verbot für Motorwagen» gebüsst.
Die zehn Kontrollen wurden in den Fussgängerzonen am Rheinsprung, am Spalenberg, in der Freien Strasse und in der Steinenvorstadt durchgeführt.
Die Reaktionen vor Ort fielen unterschiedlich aus, wie die Kantonspolizei schreibt: «Passanten äusserten sich dankbar für den Schutz der Fussgänger, während viele gebüsste Personen wenig Einsicht zeigten».
Schüler sollen besser Velofahren lernen
Wer die Medienmitteilung der Kantonspolizei durchliest, könnte das Gefühl bekommen, dass insbesondere Velofahrerinnen und Velofahrer bei den Verkehrs-Regeln durchfallen.
Dies sieht offenbar auch die hiesige Politik so: An der heutigen Grossratssitzung wurde ein Vorstoss von SP-Politikerin Sasha Mazotti mit einer deutlichen Mehrheit an die Regierung überwiesen, wonach zwei Lektionen Velofahren pro Schuljahr nicht ausreichen würden.
Der Regierungsrat solle prüfen, ob ergänzende Angebote über den freiwilligen Schulsport geschaffen werden könnten. Ausserdem stellt Mazotti die Frage, ob der Versicherungsschutz der Schulkinder so angepasst werden könnte, dass sie schon vor der 6. Klasse auf der Strasse üben können.
«Jeder Schüler lernt schwimmen, so soll es auch mit dem Velofahren sein», so die Grossrätin. Denn: «Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.»
Die hohe Zahl der Ordnungsbussen bei den erwachsenen Verkehrsteilnehmenden zeigt, dass sie damit durchaus recht haben könnte. (as)
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