In Basel sollen «Stolpersteine» an Holocaust-Opfer erinnern
Nach Zürich sollen auch am Rheinknie künftig Messing-Plättchen im Trottoir zum Nachdenken und Erinnern anregen.

Sie sind aus den deutschen Städten nicht mehr wegzudenken: Die sogenannten «Stolpersteine», kleine Messing-Gedenkplättchen mit dem Namen von Holocaust-Opfern, die meist an ihrem letzten Wohnort ins Trottoir eingelassen werden.
Sie erinnern auf eine subtile Weise an die Gräuel des Zweiten Weltkriegs und sollen Passanten, die über die Plättchen «stolpern», zum Denken anregen. Nun sollen auch Basel solche Plättchen montiert werden, wie die BZ heute Montag schreibt.
Im Rahmen des Buchprojekts «Die Schweizer KZ-Häftlinge. Vergessene Opfer des Dritten Reichs» wurden vergangene Woche in Zürich sieben Stolpersteine verlegt. Roman Rosenstein, Zürcher Gemeindemitglied und Mitinitiator des Projekts, kündigte laut SRF an, dass auch in weiteren Schweizer Städten Stolpersteine geplant sind:
«Basel als Stadt, wo die Zionistenkongresse stattgefunden habe, drängt sich auf». Es gäbe eine beachtliche Liste von Opfern, derer man gedenken wolle, aber konkrete Namen nennen wollte Rosenstein noch keine.
Es gehe bei den «Stolpersteinen» darum, dass die Opfer der Vernichtungslager und Ghettos nicht vergessen gehen, sagt die Basler Kulturvermittlerin Nava Rueff gegenüber der BZ. Sie würde eine solche Installation sehr begrüssen.
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