11.12.2020 News aus der Region

Wo soll der «Hammering Man» künftig hämmern?

Die UBS verkauft ihr Gebäude am Aeschen­platz. Offen bleibt, was mit der 13,5 Meter hohen Skulptur geschieht.

Der fleissigste Arbeiter Basels. Bild: Billdatenbank Basel-Stadt

Die Grossbank UBS verkauft ihren Standort beim Aeschenplatz, rund 500 Mitarbeitende ziehen um (Prime News berichtete).

Seither beschäftigt aber vor allem eines: Was geschieht mit dem Hammering Man? Der 13,5 Meter hohe Riese, der seit 31 Jahren beflissentlich und gleichmässig seiner Arbeit nachgeht, sorgt für allerlei Diskussionen in den Kommentarspalten der Basler Medien.

Inzwischen ist der Kunst-Koloss auch in der hiesigen Politik zum Thema geworden. SP-Grossrat Sebastian Kölliger möchte in einer schriftlichen Anfrage von der Regierung wissen, ob der Kanton die Skulptur erwerben könne. In seinem Vorstoss erinnert Kölliker daran, dass der schwarze Riese einen Schatz in sich birgt.

«Zum ‹Hammering Man› gehört – gemäss Basler Stadtbuch – ‹Large Ruby›, ein von innen beleuchteter Rubin aus Plexiglas, der sich hoch oben in der Eingangshalle unentwegt dreht: ein Sinnbild für das Herz, die Menschlichkeit, die Suche nach dem Licht», schreibt der Sozialdemokrat.

Skulptur solle bleiben, wo sie ist

Ebenfalls stellt sich die Frage, ob der Hammering Man in Zukunft an einem anderen Ort weiterhämmern könnte. Die Basler Zeitung schlägt etwa die Fondation Beyeler oder das Tinguely Museum als adäquate Alternativen vor.

Sam Keller, Direktor der Fondation, hält nichts von der Idee: «Der ‹Hammering Man› gehört meiner Ansicht nach in ein städtisches Umfeld und nicht in eine Parklandschaft», lässt er sich von der Tageszeitung zitieren.

Und weiter: «Eine Skulptur, die sich so stark ins Stadtbild eingefügt hat, würde ich nicht verpflanzen. Nach all den Jahren gehört der ‹Hammering Man› zu Basel und ist den Baslerinnen und Baslern ans Herz gewachsen.»

Ähnlich sieht dies gemäss Basler Zeitung Tinguely Museum-Direktor Roland Wetzel. Die Skulptur sei «ortsspezifisch», da sie für den Standort am Aeschenplatz konzipiert wurde und Bezug auf den Bau nehme, vor dem sie steht. (as)

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