11.01.2021 News aus der Region

Park­ge­bühren können in Ba­sel ab heute per App bezahlt werden

Der Kanton hat die Appli­kation für 102'000 Franken ent­wickeln lassen. Kaum ver­öffent­licht, gibt es bereits Kri­tik.

Altmodisch mit Münz an der Parkuhr zu bezahlen, ist natürlich weiterhin möglich. Bild: Anja Sciarra

Good News für Automobilisten: Ab heute kann man in der Stadt am Rheinknie die Parkplatz-Gebühr direkt und bequem mit der App «ParkSmart Basel» begleichen (auf iOS und Android erhältlich). Dies teilt am Montag das Justiz- und Sicherheitsdepartement (JSD) mit, welches die Applikation in Zusammenarbeit mit dem Amt für Mobilität und dem Tiefbauamt entwickelt hat.

Mit «ParkSmart Basel» können Autofahrende die Parkgebühren bargeldlos und «minutengenau» bezahlen – verrechnet wird also nur die effektive Parkzeit. Ausserdem erhalten die Nutzerinnen und Nutzer eine Erinnerungsmeldung über das Smartphone, ehe die Parkzeit abläuft.

Auch eine Besucherkarte in der Blauen Zone kann nun via Handy erworben werden. «Möchte jemand in der Blauen Zone länger parkieren, als dies mit der blauen Parkscheibe erlaubt ist, so schlägt ParkSmart Basel die passende Besucherparkkarte zum Kauf vor, die den aktuellen Wochentag und die Tageszeit berücksichtigt», heisst es in der Pressemitteilung.

Bereits erste Kritik

Die App enthält zudem eine Strassenkarte. Mittels GPS-Ortung werden in der Nähe liegende Parkplätze angezeigt. Der Zahlvorgang wird gestartet, sobald man eine Fläche anwählt oder aber man benutzt die QR-Codes, welche neu an die Parkuhren angebracht wurden.

Was nun sinnvoll und unkompliziert klingt, wird auf Twitter bereits kritisiert. SRF-Redaktor Georg Halter zum Beispiel ist skeptisch, ob das gut investiertes Steuergeld sei: «Und warum genau braucht Basel eine eigene Lösung, wenn es schon andere wie Parkingpay gibt, die schon seit Langem wunderbar funktionieren?»

«Parkingpay» ist eine schweizweite Applikation, die das Bezahlen von Parkplätzen per App oder mit TWINT ermöglicht. Zumindest in jenen Gemeinden, die mitmachen.

Und Daniel Seiler, Präsident der FDP Kleinbasel, fügt an: «Dazu kommt natürlich auch, dass ein Besucher von ausserhalb der Stadtmauern, sich sicher nicht vor dem Parkieren noch einen App runterladet. Aber wir wollen ja hier gar keine auswärtigen Besucher mehr...»

Entwicklung hat 102'000 Franken gekostet

Die Kosten zur Entwicklung der ersten Version der App belaufen sich auf 102'000 Franken, wie JSD-Pressesprecher Toprak Yerguz auf Anfrage von Prime News mitteilt. Darin inbegriffen sind die Lizenzen sowie die Wartung während des ersten Betriebsjahres.

Ab dem zweiten Jahr koste die Wartung der App dann jährlich 16'000 Franken, ansonsten würden keine weiteren Ausgaben anfallen.

Und bezüglich dem Basler Alleingang sagt Yerguz: «Da die Kantonspolizei Basel-Stadt nicht nur das Bezahlen an Parkuhren via App ermöglichen, sondern mittel- bis langfristig auch die speziellen Anforderungen der Parkraum-Bewirtschaftung sowie dem Verkehrskonzept Innenstadt abdecken will, hat sie sich für eine Eigenentwicklung entschieden.»

Abgesehen davon habe die Neuentwicklung den Vorteil, dass «Erweiterungen zukünftiger Anforderungen schneller möglich sind». Ausserdem verbleiben so alle Daten bei der öffentlichen Hand.

Jene Besucher ausserhalb von Basel oder allgemein Personen, die von den neuen Möglichkeiten keinen Gebrauch machen wollen, können weiterhin wie gewohnt parkieren, hält Yerguz weiter fest. Mit Münzen an der Parkuhr bezahlen sowie Besucherparkarten online oder an den Billettautomaten der BVB zu beziehen, ist weiterhin möglich. (as)

Das Justiz- und Sicherheitsdepartement hat auch ein Erklärvideo für die App veröffentlicht:

Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.

2 Kommentare

max. 800 Zeichen

Regeln

Ihre Meinung zu einem Artikel ist uns hochwillkommen. Bitte beachten Sie dazu die nachfolgenden Regeln: Bitte beziehen Sie sich bei Ihrem Kommentar auf das Thema des Beitrags und halten Sie sich an den Grundsatz, dass in der Kürze die Würze liegt. Wir behalten uns vor, Kommentare zu kürzen. Geben Sie Ihren Namen an und benutzen Sie keine Namen anderer Personen oder Fantasienamen – ansonsten sieht die Redaktion von einer Publikation ab. Wir werden ferner Kommentare nicht veröffentlichen, wenn deren Inhalte ehrverletzend, rassistisch, unsachlich oder in Mundart oder in einer Fremdsprache verfasst sind. Über diesbezügliche Entscheide wird keine Korrespondenz geführt oder Auskunft erteilt. Weiter weisen wir Sie darauf hin, dass Ihre Beiträge von Suchmaschinen wie Google erfasst werden können. Die Redaktion hat keine Möglichkeit, Ihre Kommentare aus dem Suchmaschinenindex zu entfernen.

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

Angebote

Rosentraum

Mit diesem Blumenstrauss machen Sie ihren Liebsten eine grosse Freude.

Rosentraum

CHF 98.–
Disclaimer:
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Zur Übersicht
Schlagzeilen
 
 
Aktuelle Artikel
     

 

 

 
     

 

 

 
News
 
 

Angebote

Catering Service für Basel und Umgebung

Hausgemachte Köstlichkeiten und vieles mehr. Wir bieten einen Rundum-Service für Sie und Ihre Gäste. Bestellen Sie direkt online.

Catering Service für Basel und Umgebung

Screenshot
CHF 25.–
Disclaimer:
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Zur Übersicht