18.02.2021 News aus der Region

Nach Cup-Pleite gegen Winter­thur: Wie weiter beim FCB?

Bei den Fans von Rot-Blau steigt der Frust ins Uner­messliche, während für Trainer Ciriaco Sforza der baldige Abgang droht.

Bild: pixabay

«Ich bi nid hässig, ich bi enttüscht», sagte Captain Valentin Stocker nach der 6:2 Niederlage gegen den FC Winterthur am Mittwochabend im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. Ausser «Katastrophe» und «Tiefpunkt» finden Captain und Trainer kaum Worte gegenüber den Medienschaffenden – die Club-Leitung war gar nicht erst für eine Stellungnahme zu haben.

Mit dieser desaströsen Leistung im Cup steigt der Frust bei den FCB-Fans langsam ins Unermessliche. Längst werden nicht mehr nur die Club-Führung in Frage gestellt, sondern auch Trainer und Spieler.

Ein Video auf Twitter zeigt, wie ein paar dutzend Fans nach dem Spiel vor dem «Joggeli» ein paar FCB-Akteure zur Rede stellten: «Mir wärde nit drvolaufe» und «Jetzt muess öbis passiere», hört man sie schreien.

Die Social-Media-Plattformen liefen am Mittwochabend heiss. «Wir haben uns öffentlich stets zurückgehalten, obwohl in unserem Team die Meinung schon länger ziemlich eindeutig ist. Aber das ist zu viel. #SorryNotSorry», ist etwa vom Team der Rotblau-App auf Twitter zu lesen.

Ein anderer reimt: «Kai Basler Fasnacht, s isch kai Schand! Die Richtigi, si stoht bim FCB am Rand. Dr Ciri, er kas nit fasse, e Frischtlose, das würd no basse.»

Meister­titel in weiter Ferne

Tatsächlich steht die rotblaue Zukunft für Ciriaco Sforza nun mehr denn je in Frage. Auch wenn Bernhard Burgener stets angab, kein Freund von überhasteten Aktionen zu sein, droht dem Trainer, dass sein Vertrag – der im Sommer 2022 ausläuft – frühzeitig beendet wird. Dies schreibt die Basler Zeitung am Mittwoch.

Denn für Sforza und sein Team gibt es in dieser Saison sportlich kaum mehr etwas zu erreichen. Im Cup ist es seit Mittwoch aus, auf europäischer Ebene sind die Basler Fussballer noch vor der Gruppenphase gescheitert und auch in der Meisterschaft sieht es alles andere als rosig aus.

Das 0:2 von vergangenem Sonntag gegen Zürich dürfte ein Wegweiser dafür gewesen sein, dass der Meistertitel auch in diesem Jahr nicht in Basel gefeiert wird.

Was Rotblau zum Erfolg fehlt, ist ein Konzept, eine klare Linie – auf und neben dem Feld. Und allem voran braucht der FCB auch einen Sportchef. Kurz: «Jetzt muess öbis passiere», wie die Fans gestern deutlich machten. (red.)

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