Nach Missbrauchs-Vorwurf: Unternehmen Mitte kündigt Mitarbeiter
Dies geht aus einem Tweet von WoZ-Journalist Renato Beck hervor. Die Geschäftsleitung soll zudem einen Krisenstab gebildet haben.

Seit vergangener Woche steht die Geschäftsleitung des grössten Basler Kaffeehauses in der Kritik. Dies nachdem die WoZ einen sexuellen Übergriff und eine Atmosphäre von «Mobbing und Beleidigung» im Unternehmen Mitte öffentlich gemacht hatte.
Nach tagelangem Schweigen veröffentlichte das Unternehmen am Samstag eine Stellungnahme. Darin rechtfertigte die Geschäftsleitung ihr Vorgehen und stellte unter anderem klar, dass man keinen Anlass dafür sah, dem beschuldigten Mitarbeiter zu kündigen.
Nach den erneut negativen Reaktionen in den sozialen Netzwerken scheint es sich die Firmenleitung anders überlegt zu haben. Dies geht zumindest aus einem Tweet von WOZ-Journalist Renato Beck hervor.
«Das Basler Unternehmen Mitte reagiert auf die vielfältigen Vorwürfe, die zentralen davon betreffen einen sexuellen Übergriff, sexuelle Belästigungen und Mobbing», schreibt Beck am Mittwochnachmittag.
In einem angehängten Schreiben, das von dem Kaffeehaus stammen soll, ist zu lesen, dass das Arbeitsverhältnis mit dem betroffenen Mitarbeiter nach «eingehender Prüfung und Diskussion» aufgelöst worden sei. Es gelte jedoch weiterhin die Unschuldsvermutung.
Eine offizielle Medienmitteilung oder eine Stellungnahme wurde bisher allerdings noch nicht publiziert.
Das Basler Unternehmen Mitte reagiert auf die vielfältigen Vorwürfe, die zentralen davon betreffen einen sexuellen Übergriff, sexuelle Belästigungen und Mobbing: Der mutmassliche Täter, der bislang durch alle Böden verteidigt wurde, wird entlassen. #mittetoo pic.twitter.com/VWhAgnORuf
— Renato Beck (@Renato_Beck) March 24, 2021
Im Tweet von Beck ist weiter zu lesen, dass die Geschäftsleitung der Mitte aufgrund der vielen Vorwürfe und der Verunsicherung von Mitarbeitern, Mietern und Gästen einen Krisenstab gebildet habe.
Mit dem Ziel: «Allen Vorwürfen nachzugehen und nötige Massnahmen zu definieren, die den Schutz des Unternehmens und seiner Mitarbeitenden sicherstellen.»
Diesbezüglich sei ein Drei-Phasen-Plan mit folgenden Punkten erstellt worden:
- Alle Vorwürfe gegen das Unternehmen und die Geschäftsleitung werden selbstkritisch untersucht.
- Im Krisenstab werden weitere nötige Massnahmen erarbeitet und mit der Geschäftsleitung umgesetzt.
- Mit allen Mitarbeitenden und allen relevanten Ansprechpartnern wird der offene Austausch intensiviert.
— Renato Beck (@Renato_Beck) March 24, 2021
Zusammenarbeit mit Meldestelle
Daniel Häni, Mitbegründer der Mitte, wird in der Mitteilung weiter wie folgt zitiert: «Die gesamte Geschäftsleitung des Unternehmen Mitte distanziert sich ausdrücklich von jeglicher Form der sexuellen Belästigung und Mobbing. Verstösse werden nicht toleriert und konsequent geahndet.»
Aktuell suche man deshalb zudem die Zusammenarbeit mit einer unabhängigen externen Meldestelle für Themen wie sexuelle Belästigung und Mobbing, an die sich die Mitarbeiter wenden können. (red.)
Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.
Angebote
Catering Service für Basel und Umgebung
Hausgemachte Köstlichkeiten und vieles mehr. Wir bieten einen Rundum-Service für Sie und Ihre Gäste. Bestellen Sie direkt online.
Catering Service für Basel und Umgebung
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Noch keine Kommentare