24.06.2021 News aus der Region

Die 17 Bäume im Gundeli könnten umgepflanzt werden

Auf die jetzigen Umbaupläne zu verzichten, sieht die Regierung jedoch nicht als Option. Statt­dessen wird eine seitliche Allee geprüft.

Visualisierung: Bau- und Verkehrsdepartement

Die Empörung in den letzten Tagen war gross, als Anfang Woche bekannt wurde, dass das Baudepartement 17 Bäume in der Margarethenstrasse im Gundeli zu fällen gedenkt (Prime News berichtete).

Sogleich folgte ein politisches Nachspiel. Heute Donnerstagmorgen debattierte der Grosse Rat einen als dringlich erklärten Vorstoss von Basta-Politiker Beat Leuthardt. Darin wollte er unter anderem wissen, ob die geplante Umgestaltung der Haltestellen nicht auch ohne die Abholzung der grünen Riesen möglich sei.

Nun meldet sich das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) per Medienmitteilung zu Wort: «Auf die Bauarbeiten in der Margarethenstrasse und die damit verbundene Fällung von 17 Bäumen zu verzichten, erachtet der Regierungsrat gemäss seiner Antwort auf eine parlamentarische Anfrage als nicht sinnvoll», heisst es in dem Communiqué.

Das Bauvorhaben, das eine Erneuerung der Tramgleise und der Strasse sowie die behindertengerechte Umgestaltung der Bus- und Tramhaltestellen vorsieht, habe die entsprechenden demokratischen Prozesse durchlaufen.

Regierung prüft seitliche Baumallee

Die starken Reaktionen aus der Bevölkerung und der Politik sollen aber wohl nicht ganz ohne Wirkung bleiben. Einerseits kläre das BVD eine mögliche Verpflanzung der Bäume ab.

Damit in der Margarethenstrasse «auch künftig Bäume vor Hitze und Lärm schützen», prüfe das Baudepartement in einer Vorstudie, ob die Margarethenstrasse so umgestaltet werden kann, dass die seitlichen Trottoirs breiter gebaut und damit grosswüchsige Bäume gepflanzt werden können.

Dadurch würde die aktuelle Mittelallee zu Gunsten einer seitlichen Baumallee «aufgehoben».

So würde die seitliche Baumallee anstelle der heutigen Mittel­allee aussehen. Visualisierung: Bau- und Verkehrsdepartement

Denn die heutige Situation sei in mehreren Hinsichten ungünstig: Das Tram müsse beim Schlenker zwischen den beiden Haltestellen Margarethen und IWB abbremsen und verliere dadurch an Geschwindigkeit. «Der Komfort der Tramfahrenden leidet und der Verschleiss an den Schienen und am Rollmaterial der Trams ist grösser», so das BVD.

Mit einer seitlichen Allee würde hingegen mehr Platz frei. Nicht nur eine «sicherere Verkehrsführung» sondern auch die Pflanzung von grosswüchsigen Bäumen sei damit möglich, «die punkto Beschattung und Kühlung weit leistungsfähiger wären».

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Nicht zuletzt will die Regierung mit der geplanten Umgestaltung «zumindest die Möglichkeit einer künftigen Tramverbindung via Margarethenstich» nicht verbauen. Obschon besagter Margarethenstich vom Baselbieter Stimmvolk klar abgelehnt wurde, sieht der Basler Regierungsrat hier «Zukunftspotenzial» und will dieses aufrechterhalten.

«Denn es ist für das Leimental die einzige Möglichkeit, ein direktes Tram und damit eine schnelle Verbindung an den Bahnhof Basel SBB zu erhalten», heisst es in dem Communiqué abschliessend. (red)

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