Oberbaselbiet: Etliche Strassen und Liegenschaften nach Gewittern überschwemmt
Baselbieter Polizei verzeichnete ab 20 Uhr mehr als 1'000 Notrufe. Verletzt wurde niemand.

Heftige Gewitter mit Hagel und Starkregen haben am Mittwochabend das Oberbaselbiet heimgesucht. Wie die Baselbieter Polizei schreibt, seien ab 20 Uhr mehr als 1'000 Notrufe eingegangen. Bis 23 Uhr kam es zu 300 Feuerwehreinsätzen.
Verletzt wurde niemand. Laut Polizei mussten aber «etliche Strassen» kurzzeitig gesperrt werden. Durch die grossen Wassermassen wurden vor allem Liegenschaften, Baustellen und Strassen überschwemmt. Es ereigneten sich ausserdem kleine Erdrutsche.
Gemäss der Polizei Basel-Landschaft sind jene Strassen, die Aufgrund von Überschwemmungen gesperrt werden mussten, Stand Donnerstagvormittag alle wieder offen. «Die Lage hat sich entschärft», sagt Sprecher Adrian Gaugler auf Anfrage von Prime News.
Besonders von Schäden betroffen seien die Gemeinden in den Tälern des Oberbaselbiets, wie etwa Hölstein, Niederdorf, Sissach, Zunzgen und Ormalingen.
#Landunter im Waldenburgertal. Offenbar Niederdorf: pic.twitter.com/iaCNUiMy0A
— MatieuKlee (@MatieuKlee) June 23, 2021
und noch einmal #Landunter im Waldenburgertal. Das ist Hölstein: pic.twitter.com/FUwD82qDFF
— MatieuKlee (@MatieuKlee) June 23, 2021
Bis zu 5 Millionen Franken Schaden
Die Überschwemmungen haben teilweise grosse Verwüstung hinterlassen. Ersten Schätzungen der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung zufolge könnte sich das Schadenvolumen gegen 5 Millionen Franken belaufen, wie sie am Donnerstagnachmittag mitteilt.
Stand 15 Uhr seien bereits über 500 Schadenmeldungen bei der BGV eingegangen. «Nebst gefluteten Untergeschossen und Tiefgaragen gab es auch zahlreiche Grundstückschäden an Gärten, Strassen und Baustellen», heisst es im Communiqué.
Man lege nun in den kommenden Wochen das Augenmerk auf die rasche Bearbeitung des hohen Schadenaufkommens. «Für eine situationsbedingte etwas längere Bearbeitungszeit bitten wir unsere Kundschaft um Verständnis», lässt sich Geschäftsführer Sven Cattelan zitieren.
19 Feuerwehren im Einsatz
Im Einsatz in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag standen 19 Feuerwehr-Organisationen mit rund 350 Feuerwehrleuten, die Baselbieter Polizei sowie das kantonale Feuerwehrinspektorat, Zivilschutz und die kantonale Krisenorganisation.
Die Behörden empfehlen, sich aufgrund der Hochwasserlage von den Ufern der Fliessgewässer fern zu halten.
Überschwemmungen auch im Dorneck
Auch im Dorneck kam es zu einigen Überschwemmungen: Über 50 Meldungen über Wassereinbrüche in Liegenschaften und überflutete Strassenabschnitte seien am Mittwochabend zwischen 19:30 und 22 Uhr bei der Alarmzentrale eingegangen, wie die Solothurner Polizei mitteilt.
Von den Gewittern betroffen waren insbesondere die Bezirke Niederamt, Wasseramt, Dorneck und Thierstein.
Von verletzten Personen habe die Polizei bisher keine Kenntnisse. Die Fliessgewässer im Kanton Solothurn – Aare, Emme und Birs – führen zurzeit sehr viel Wasser. Beim Aufenthalt an einem Fluss ist darum Vorsicht geboten (as/ck)
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