Regierung will Staatsgarantie für Grossveranstaltungen einführen
Damit sollen die Event-Organisatoren in Basel mehr Planungssicherheit erhalten. Die Garantie umfasst 19 Millionen Franken.

Die Pandemie ebbt ab, ist aber doch noch nicht vorbei. Für Veranstalter bleibt die Lage schwierig. Eine Gewissheit, dass Events wirklich durchgeführt werden können, gibt es nicht.
Die Basler Regierung beantragt beim Grossen Rat deshalb Mittel in der Höhe von 19 Millionen Franken, um einen «Schutzschirm» für Organisatoren von Grossveranstaltungen aufzuspannen. Dies schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Dienstagnachmittag.
Die Staatsgarantie soll den Veranstaltern Planungssicherheit geben für den Fall, dass ein bewilligter Event wider Erwarten doch nicht stattfinden kann. Die Organisatoren würden dann vom Staat für ihre ungedeckten Kosten entschädigt.
«Grossveranstaltungen beleben unseren Kanton und haben aufgrund ihres Gewichts für Tourismus, Handel und weitere Branchen eine volkswirtschaftliche Bedeutung», schreibt der Regierungsrat in seiner Mitteilung.
Die Garantie greift demnach für Veranstaltungen mit einem Publikumsaufkommen von über 5'000 Personen. Diese Mindestanzahl kann auch kumuliert über mehrere aufeinander folgende Veranstaltungstage erreicht werden.
Die Regierung weist darauf hin, dass die Leistungen des Schutzschirms «subsidiär» zu anderen Leistungen der öffentlichen Hand erfolge und an «bestimmte Anforderungen» geknüpft sei.
Ausserdem tragen die Veranstalter eine Franchise von 5'000 Franken und einen Selbstbehalt von 10 Prozent.
Grundlage für den Schutzschirm sei die «Verordnung des Bundesrats über Massnahmen für Publikumsanlässe von überkantonaler Bedeutung». Bund und Kanton würden je die Hälfte der Kosten tragen. (red)
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