10 Millionen abgezweigt: 3 Jahre Haft für Ex-Roche-Mitarbeiter
Der Mann, der den Pharmakonzern um viel Geld betrogen hatte, wurde vom Basler Strafgericht verurteilt.

Dieser Fall sorgte für Aufsehen: Ein Schweizer Mitarbeiter der Roche zweigte im Jahr 2017 zusammen mit einem französischen Komplizen 10 Millionen Franken vom Pharmariesen ab. Der Schwindel flog auf und die Staatsanwaltschaft brachte das Duo vor Gericht (Prime News berichtete).
Das Basler Strafgericht verurteilte den 50-Jährigen Schweizer am Montag nun zu 39 Monaten Gefängnis. Der 58-jährige Franzose kassierte 51 Monate sowie zehn Jahre Landesverweis. Dies berichtet die «Basler Zeitung» am Dienstag.
Im Laufe der Verhandlung wurde das Ausmass des Vorgehens der beiden Täter, die umfänglich geständig sind, klar: Die Verurteilten stellten der Roche gefälschte Rechnungen für Lieferungen in der Höhe von mehreren zehntausend bis mehreren hunderttausend Franken aus.
Sie nutzen dabei ein Schlupfloch im Finanzcontrolling des Konzerns, das der Schweizer entdeckt hatte. Das Geld schleusten sie dann durch ein Konstrukt von Firmen in unterschiedlichen Ländern, um die Spuren zu verwischen.
Gemäss der «BaZ» behaupteten die beiden Männer vor Gericht, dass von den 10 Millionen nichts mehr übrig sei. Sie wurden gleichwohl dazu verurteilt, das Geld zurück zu zahlen – angesichts der Tatsache, dass der 50-jährige Schweizer nun seinen Job los ist und Sozialhilfe bezieht wohl ein aussichtsloses Unterfangen.
Beim Strafmass folgte das Gericht in einem abgekürzten Verfahren den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verurteilung erfolgte wegen Urkundenfälschung, gewerbsmässigen Betrugs und gewerbsmässiger Geldwäscherei. (red)
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