Sturmtief Hendrik hinterlässt seine Spuren in der Region
Nicht nur die Menschen in Basel erhielten am Mittwochabend Sturmfrisuren verpasst. Auch einige Bäume büssten einen Teil ihrer herbstlichen Laubpracht ein.

Die Baslerinnen und Basler wurden am Mittwochabend von einem angenehm warmen, wenn auch zu Teilen heftigen, Föhnwind überrascht und erhielten wortwörtliche Sturmfrisuren verpasst. In der Nacht auf Donnerstag fegten Orkanböen von Sturmtief Hendrik mit bis zu 130 km/h über die Schweiz und die Region.
Wer am Donnerstagmorgen aus dem Fenster guckte, sah schon, dass die Bäume ordentlich durchgewindet wurden und ihre Laubpracht noch schneller verloren, als sie es im Herbst ohnehin tun. Aber auch grössere abgeknickte Äste lagen hie und da am Boden.
Beschädigte Autos und Verkehrsbehinderung
Die Basler Einsatzkräfte hatten einiges zu tun. Wenn es stärker windet, könne man immer davon ausgehen, dass Meldungen wegen Bäumen, Bauabschrankungen oder Velos eingehen, die von den Böen umgestossen werden und beispielsweise auf befahrene Strassen fallen, sagt Toprak Yerguz, Sprecher des Justiz- und Sicherheitsdepartements auf Anfrage von Prime News.
Die Berufsfeuerwehr fuhr auch heute Morgen mehrere Einsätze. Am Gundeldingerrain und an der Kienbergstrasse sei jeweils ein Auto durch einen geknickten Baum oder einen abgefallenen Ast beschädigt worden. An der Grenzacherstrasse kam es wegen eines Baumes zu Verkehrsbehinderungen, jedoch zu keinen Schäden, so Yerguz.
Weitere Meldungen und Einsätze der Berufsfeuerwehr wegen heruntergefallenen Ästen gab es an der Gellert- und der Voltastrasse. Mit Ausnahme des Vorfalls an der Voltastrasse zersägten die Einsatzkräfte jeweils die Bäume oder grösseren Äste, welche für die Störung sorgten, und entfernten diese.
Einen weiteren Einsatz habe es an der Rotterdam-Strasse beim Dreispitz gegeben. Dort musste ein Baugerüst an einer Liegenschaft gesichert werden, welches drohte zusammenzufallen, sagt Yerguz.
Vereinzelt gingen auch Meldungen wegen umgefallenen Bauabschrankungen ein, welche wieder aufgerichtet werden mussten. Verletzt wurde gemäss dem Kenntnisstand des Sicherheitsdepartements niemand.
Im Baselbiet sind derweil bei der Polizei bis am Donnerstagmorgen, um 10 Uhr, zehn Meldungen aufgrund des Sturmtiefs eingegangen, sagt Mediensprecher Adrian Gaugler auf Anfrage. Hauptsächlich ebenfalls wegen umgeknickten Bäumen und Ästen. Etwas Gröberes sei aber nicht vorgefallen. Verletzte gab es keine. (as)
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