Die «Baselworld» findet 2022 doch nicht statt
Man brauche mehr Zeit, um die «Bedürfnisse der Hersteller» abzuklären, teilt die Messe Schweiz mit. Baselworld-Leiter Michel Loris-Melikoff wirft derweil den Bettel hin.

«Totgesagte leben länger», titelte das «Bieler Tagblatt» im Juni, als die MCH Group bekannt gab, dass die «Baselworld» entgegen früheren Ankündigungen doch weitergeführt werden soll.
Nun stellt sich heraus: Die Tote bleibt vorerst in ihrem Sarg. Die im Frühjahr 2022 geplante «Baselworld» werde nicht stattfinden, teilt die MCH Group am Freitagmorgen mit. «Die Organisatoren der Baselworld haben entschieden, sich für deren Neustart mehr Zeit zu nehmen», heisst es in der Mitteilung.
Konkret wolle man die «Bedürfnisse» der «Hersteller und Retailer» genauer analysieren. «Dafür müssen wir uns deutlich mehr Zeit nehmen», lässt sich der CEO der MCH Group, Beat Zwahlen, in der Mitteilung zitieren.
Auch die Verschärfung der Covid-Situation habe bei dem Entscheid eine Rolle gespielt: aufgrund der «damit verbundenen Verunsicherung der Kunden» sei es «besonders schwierig», «ein neues Konzept für ein neues Zielsegment zu lancieren.»
Wie die MCH Group weiter mitteilt, verlässt Managing Director Michel Loris-Melikoff, der bislang für die «Baselworld» zuständig war, das Unternehmen. Dieser Entscheid erfolge aufgrund der Absage der Messe und weil er sich «neuen Herausforderungen» widmen wolle. Loris-Melikoff hatte die Leitung der «Baselworld» 2018 übernommen. (ost)
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