FCB-Boss Degen dementiert Gerüchte um Trainer-Wechsel nicht
Gegenüber dem «Sonntagsblick» befeuert der Club-Mitbesitzer die Spekulationen um die mögliche Entlassung von Patrick Rahmen.

Seit Tagen wird darüber spekuliert, ob für Patrick Rahmen die Zeit als Trainer beim FC Basel bereits abgelaufen ist. Definitiv ist noch nichts, doch ein Interview mit Mehrheitsaktionär David Degen im heutigen «Sonntagsblick» befeuert die Spekulationen.
Degen zeigt sich darin unzufrieden mit den jüngsten Leistungen des FCB unter Rahmen. «Wir wurden damit den Ansprüchen des FC Basel nicht gerecht.» Auf die Frage, ob dass nun das Ende für den Trainer bedeute, entgegnet er: «Wir werden am Montag das Sportliche analysieren und dann weitersehen.» Ein Dementi klingt anders.
Zwar sagt Degen an anderer Stelle: «Patrick Rahmen ist unser Trainer und an Gerüchten beteiligen wir uns nicht.» Andererseits stellt er klar: «Es ist unsere Pflicht, die Vorrunde genau zu analysieren und unsere Schlüsse zu ziehen.»
Man werde dabei zwar «nichts überstürzen». Aber: «Wenn es in gewissen Bereichen eine harte Entscheidung braucht, wirds eine geben. Wenn es keine braucht, dann nicht.»
Zudem schwärmt er von Ajax Amsterdam und den Red-Bull-Klubs, bei denen die Trainer Alfred Schreuder und Thomas Letsch schon tätig waren – beides Kandidaten, mit denen der FCB angeblich bereits Gespräche geführt hat.
«Lindner bleibt die Nummer 1»
Deutlichere Worte findet Degen im Interview hingegen zu Themen wie der fussballerischen Leistung der Mannschaft, zur Situation von Stürmer Arthur Cabral und zur Goalie-Frage.
In letzterem Punkt stellt er sich klar auf die Seite von Heinz Lindner. Degen gibt zu, dass er im Sommer Roman Bürki holen wollte, doch nun sei für ihn klar: «Die Goalie-Frage ist vom Tisch. Heinz Lindner bleibt die Nummer 1, er hat sich bewiesen und konstant Top-Leistungen gezeigt.»
Zur Frage, ob Cabral im Winter in Basel bleibt, meint Degen: «Ganz ehrlich: Wenn das richtige Angebot kommt, wird er im Winter vermutlich wechseln.»
Cup-Pleite gegen Carouge sei ein «No-Go»
Die Pleite im Cup gegen Etoile Carouge sei ein «No-Go», stellt Degen klar. «Egal, ob man mit der ersten, zweiten oder dritten Mannschaft spielt, das hat nichts mit Qualität zu tun, sondern mit der Einstellung.»
Mit der Conference League zeigt er sich zufrieden, in der Meisterschaft müsse die Leistung aber noch gesteigert werden. «Es ist schade, dass YB strauchelt und wir es nicht voll ausnutzen konnten. Unsere Mannschaft finde ich stärker besetzt als die der Berner.»
Eine letzte Chance vor der Winterpause sportlich nochmals einen draufzulegen, hat die Mannschaft heute Nachmittag, 16:30 Uhr, gegen den Grasshopper Club Zürich. Für Rahmen dürfte ein Sieg wohl das letzte Fünkchen Hoffnung sein, dass er doch noch beim FCB bleiben darf. (ms)
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