Arbeitgeber-Präsident Beat Hauenstein mit launiger Rede zum Jahreswechsel
Bürgerrecht für Pflanzen und andere Kuriositäten: Wirtschaftsverband lud im Fauteuil zum traditionellen Neujahrsempfang.

Rund 160 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft haben am Dienstagabend am Neujahrs-Empfang des Arbeitgeberverbands Basel im Theater Fauteuil teilgenommen.
Zwar musste wegen der anhaltenden Pandemie auf den Apéro riche im Kaisersaal verzichetet werden, im Unterschied zu 2021 war der gemeinsame Besuch des «Pfyfferli» aber möglich – ein Fortschritt, der für viel gute Laune sorgte.
Für Verbandspräsident Beat Hauenstein war es als Nachfolger von Marc Jaquet die erste Rede zum Jahreswechsel, mit welcher er sich an die Mitglieder und Anwesenden wandte. Da er derzeit in Quarantäne weilt, wurde seine aufgezeichnete Ansprache auf den Vorhang im Kleintheater projeziert.
Die Tradition seines Vorgängers – eine launige, witzige Rede zur Nation zu halten – setzte der frühere «Striggede»-Schnitzelbänkler noch so gerne fort. Bekanntlich lebe man nun seit knapp zwei Jahren in einer «staatlichen Sicherheit», sagte Hauenstein, der hauptberuflich CEO des Oettinger Davidoff-Konzerns ist.
Er beschrieb die Zustände ironisch als supertoll. Denn: «Endlich haben wir die vielen Regulierungen, die wir uns schon immer gewünscht haben».
Hauenstein führte konkrete «Müsterchen» ins Feld, über die er sich köstlich amüsierte. So sei zum Beispiel im Nationalrat ein Vorstoss der Grünen eingereicht worden mit der Frage: «Dürfen Esel-Gelatine-Produkte in der Schweiz offiziell verkauft werden?».
Ein anderer Fall, von dem der Arbeitgeber-Präsident berichtete, spielt in Lausanne. Dort diskutiere man über die Einführung des Bürgerrechts für Pflanzen. Wie man diese dann zur Urne bringe, sei ihm zwar noch etwas unklar – «aber das kann man dann ja mit einer Verordnung regeln».
Schliesslich befasste sich Hauenstein mit der «Gendergerechtigkeit», die immer «fortschrittlicher» werde. So bestünden in mehreren Schweizer Städten Pläne zur Einführung von «geschlechterneutralen Toiletten» an Schulen. Er wisse einfach nicht, für wen diese WCs gedacht seien. «Für alle? Oder nur für jene, die sich nicht sicher sind, welches Geschlecht sie haben?»
Hauenstein schloss mit Glückwünschen ans Publikum fürs neue Jahr und der Bemerkung, man sehe sich spätestens im August an der Generalversammlung des Arbeitgeberverbands im Wenkenhof wieder – falls Riehen dann «nicht schon zu Deutschland gehört». (ck)
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