«Mimösli» abgesagt: Die Jubiläums-Ausgabe fällt ins Wasser
Die Vorfasnachts-Veranstaltung kann coronabedingt nicht stattfinden. Ein weiterer Schlag für die Fasnacht-Szene.

Ein weiterer Schlag für die Fasnachts-Szene: Das Mimösli, welches vom 13. Januar bis zum 19. Februar 2022 hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. Es wäre die 30. Ausgabe gewesen.
«Aufgrund der gegenwärtigen Covid-Situation sind wir der Auffassung, dass die Durchführung der Veranstaltung für Mitwirkende und Besucher nicht verantwortbar ist», schreiben die Verantwortlichen vom Häbse Theater in einer kurzen Medienmitteilung.
Die Enttäuschung ist nicht zu überhören, als Prime News Niels Hauck, Produktionsmanager des Häbse Theater, am Telefon erreicht. «Wir haben stundenlang mit uns gerungen und mussten dann schweren Herzens diesen Entscheid fällen, das war sehr emotional.»
Auch bei den beteiligten Fasnächtlern und Schauspielern sei die Enttäuschung nach einem halben Jahr Proben gross gewesen. «Aber das Verständnis dafür ist auf jeden Fall da.»
Durchführung wäre «nicht verantwortbar» gewesen
Die Bedenken der Mitwirkenden seien denn auch mit Grund für die Absage gewesen. «Sie erklärten uns, dass sie aufgrund ihrer Berufe ─ zum Beispiel als Pfleger ─ eine Quarantäne oder Isolation nicht verantworten könnten.» Einige hätte deshalb bereits in den letzten Wochen ihre Teilnahme abgesagt.
«Für uns war das natürlich völlig verständlich. Auch wir hätten es nicht verantworten können, wenn das BAG empfiehlt, die Kontakte zu beschränken und wir haben gleichzeitig so viele Leute unter einem Dach», erklärt Hauck.
Besonders ärgerlich: Es trifft ausgerechnet die 30-jährige Jubiläumsausgabe, die bereits im letzten Jahr ins Wasser gefallen ist. Plant man also einen dritten Anlauf? «Das liegt noch in den Sternen», sagt Hauck kurz und knapp.
Verschiebung auf den Frühling nicht auszuschliessen
Dass das Mimösli in diesem Jahr doch noch stattfinden könnte, sei aber nicht ganz auszuschliessen. «Für den Moment gilt das Mimösli als abgesagt. Jetzt kommt es auf den weiteren Verlauf der Pandemie an. Eine Verschiebung in den Frühling würde natürlich auf der Hand liegen. Ob die Mitwirkenden dann Zeit haben, ist die andere Frage.»
Versprechen machen, wolle man aber noch keine. Deshalb würden die bereits verkauften Tickets auch vollumfänglich zurückerstattet. «Wir informieren die Besucher so schnell wie möglich darüber.»
Bedenken, dass weniger Leute kommen könnten, wenn die Vorfasnachts-Veranstaltung dann tatsächlich stattfindet, habe man aber nicht. «Wir sind überzeugt, dass unsere Gäste dann genauso kommen werden», sagt Hauck abschliessend. (ms/as)
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