Beim Bankverein fehlt noch der letzte Strich
Der Fussgänger-Übergang auf Höhe «Bider & Tanner» ist zurzeit ohne Zebrastreifen. Baudepartement hat andere Prioritäten.

Kurze Verwirrung am Freitagmorgen bei der Tramstation Bankverein: Der gewohnte Fussgängerstreifen auf Höhe des «Bider & Tanner» ist verschwunden. Darf man hier nun überqueren oder nicht? Auch andere Passanten bleiben einen kurzen Moment verdutzt stehen, orientieren sich nach links und nach rechts.
Dann die Gewissheit: Die Ampel steht nach wie vor da. Sie stellt auf grün um, man darf also passieren.
Ein Fussgängerübergang ohne Zebrastreifen an einem derart stark frequentierten Ort, an dem Fussgänger, Velofahrerinnen, Automobilisten und Drämmli sich kreuzen? Hundertfach jeden Tag, zu jeder Stunde? Gerade für ältere Menschen kann das zu einem Hindernis werden.
Eine Anfrage beim Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) verschafft Klarheit: Der Zebrastreifen wurde wegen der Deckbelag-Arbeiten lediglich temporär aufgehoben. «Voraussichtlich nächste Woche wird der Übergang wieder am Boden gekennzeichnet», sagt BVD-Sprecherin Sarah Mesmer gegenüber Prime News. Bei der Dauerbaustelle Bankverein fehlt also sprichwörtlich noch der letzte Strich.
Markierungs-Equipen sind «stark ausgelastet»
Weshalb aber die Verzögerung? Der neue Deckbelag wurde schliesslich bereits vor zwei Wochen verlegt, wie das BVD mitteilt. Es handle sich um eine «Kombination von Gründen», sagt Sprecherin Sarah Mesmer.
Einerseits müsse man nach dem Verlegen eines neuen Belags eine zeitlang warten, bis man einen neuen Zebrastreifen einzeichnen können. Andererseits seien die Markierungs-Equipen des BVD zurzeit «stark ausgelastet», unter anderem wegen der Arbeiten beim Kunstmuseum-Kreisel.
Dieser habe gegenüber dem Bankverein denn auch «Priorität», sagt Mesmer. Und sie betont: «Beim besagten Übergang beim Bankverein bestand nie eine Gefahr für Fussgänger, da die Ampel während der ganzen Zeit dort stand.» Das Lichtsignal sei dem Zebrastreifen ohnehin «übergeordnet». «Insofern bestand beim Bankverein eine weniger hohe Dringlichkeit», sagt Mesmer.
Nicht zuletzt müsse man bei Markierungsarbeiten auch die Verkehrslenkung berücksichtigen, also die Frage, ob und wann sich der entsprechende Abschnitt sperren lasse, und auch das Wetter spiele eine grosse Rolle. «Wir sind aber zuversichtlich, die Markierung nächste Woche vornehmen zu können», sagt die BVD-Sprecherin. (ost)
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