«Stadion+»: Joggeli soll zur grossen Photovoltaik-Fläche werden
Für etwa 50 Mio. Franken plant die Eigentümerin, das FCB-Stadion zu modernisieren und zum öffentlichen Begegnungs-Ort auszuweiten.

20 Jahre nach dem Bau des neuen Joggeli-Stadions lanciert die Eigentümerin, die Genossenschaft Stadion St. Jakob-Park, das Bauprojekt «Stadion+». Nach zwei Jahrzehnten sei es an der Zeit, die Infrastruktur zu modernisieren und die Nutzungs-Möglichkeiten zu erweitern, schreiben die Verantwortlichen in einer Medienmitteilung vom Montag.
«Wir freuen uns sehr, dass die Idee, die wir vor einem Jahr vorgestellt haben, zu einem Projekt gereift ist. Stadion+ hat eines zum Ziel, nämlich mee Joggeli für alli. Das bedeutet: mehr Sicherheit, mehr Nachhaltigkeit, mehr Begegnung, mehr Möglichkeiten», lässt sich Andreas Kressler, Präsident der Stadiongenossenschaft, zitieren.
Konkret soll die heutige Fassade durch eine «attraktive und unterhaltsarme» Gebäudehülle ersetzt werden und die vergrösserten Besucherplattformen überdachen, welche künftig die Möglichkeiten für «diverse neue Nutzungen eröffnen», hält die Eigentümerin fest.
Ausserdem setze man auf Nachhaltigkeit: Die neu angedachte Gebäudehülle besteht aus Photovoltaik-Modulen, welche den gesamten Eigenenergiebedarf des St. Jakob-Parks decken soll.
Die bestehenden Besucher-Plattformen im Süden und Westen werden zu einem terrassenartigen Umlauf erweitert, was nebst besseren Besucherströmen auch getrennte Zugänge von Heimat- und Gästefans ermögliche. Durch diese Entflechtung könne die Sicherheit und die Aufenthaltsqualität im und rings ums Stadion, in einem sich «stark entwickelnden Quartier», erhöht werden.
Das Projekt soll künftig auch zu tieferen Kosten führen: Dank den Solarpanels, dem Einsatz moderner Technologien und langlebiger Materialien sowie dem reduzierten Sicherheitsaufwand werden die Ausgaben reduziert, heisst es im Communiqué weiter.
Investitionen von etwa 50 Millionen Franken
Die Baupläne hat die Eigentümerin in Zusammenarbeit mit dem FC Basel sowie Herzog und De Meuron erarbeitet. Das Architekturbüro war bereits für den ursprünglichen Bau des Stadions verantwortlich. Der Zeitplan sieht eine Realisierung im Dezember 2027 vor.
Um all dies umzusetzen, rechnen die Projektpartner mit einem notwendigen Investitionsbetrag von circa 50 Millionen Franken. Da das Joggeli eine Institution von öffentlichem Interesse in der Region sei, handle es sich bei der Finanzierung um eine «Verbundaufgabe» der Kantone Basel-Stadt und Baselland sowie der Stadiongenossenschaft.
Die Erweiterungen der Besucher-Plattformen werden derweil vom FC Basel finanziert. Die umgestalteten «Hospitality-Bereiche» sollen künftig sowohl an Spieltagen wie auch an spielfreien Tagen öffentlich zugänglich und nutzbar sein. Dort sollen auch Essensstände und Sitzmöglichkeiten zum Verweilen einladen.
Joggeli soll zum Quartier-Zentrum werden
Wie dem Communiqué zu entnehmen ist, handelt es sich bei den Neuerungen auch um eine Reaktion auf das neu entstehende Quartier rings um das Stadion.
«Die Arealentwicklungen im Quartier Hagnau, dem Wolf und im Dreispitz sind nur drei Beispiele, die zeigen, wie stark sich das unmittelbare Umfeld in den nächsten Jahren verändern wird», heisst es im Communiqué.
Dank den erweiterten Nutzungsmöglichkeiten soll das Joggeli künftig zum Zentrum dieses neu entstehenden Quartiers werden. (red)
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