Handelskammer-Präsidentin Schneider-Schneiter: Aufruf zu mehr Mut und Bescheidenheit
Am traditionellen Neujahrs-Anlass in der UBS-Schalterhalle nahmen 750 Gäste aus Politik und Wirtschaft teil.

«Sind Sie glücklich?» Mit dieser Frage wandte sich Handelskammer beider Basel-Präsidentin Elisabeth Schneider-Schneiter am Montagabend an die 750 versammelten Gäste aus Wirtschaft und Politik, die sich anlässlich des Neujahrs-Empfangs in der Schalterhalle der UBS am Bankverein eingefunden hatten.
Glücklich? Ein grosses Wort – doch im Kontext von schwierigen Pandemie-Zeiten, welche den traditionellen Anlass des Wirtschaftsverbands mehrfach hatten ausfallen lassen, herrschte unter den Anwesenden spürbar eine «glückliche» Stimmung. 2023 ist das erste Jahr Post-Corona (so ist zu hoffen), was die Zuversicht auf «normalere» Zeiten und stabilen unternehmerischen Erfolg weckt.
Wobei die Welt angesichts des Ukraine-Kriegs, ungelösten Energieversorgungs-Fragen und anderen Herausforderungen auch ohne das Virus vorerst im Ausnahmezustand bleibt. Darauf sprach Schneider-Schneiter an, als sie bei ihrer Rede auf die Region Basel zu sprechen kam.
«Wir können durchaus von Glück reden, in einer derart prosperierenden Gegend zu Hause zu sein. Eine Region, die ihre wirtschaftlichen und politischen Stärken zum Wohl der Gesellschaft nutzt», hielt die Verbandspräsidentin und Baselbieter Mitte-Nationalrätin fest.
Aufforderung, mutig zu sein
Selbstredend verband Schneider-Schneiter die komfortable Lebenssituation mit Aufforderungen an die Politik: Starke Unternehmen oder auch der pulsierende Life Science-Cluster könnten nur dann in der Region gehalten werden, «wenn wir ein attraktiver Standort und eine gesunde Region bleiben.»
Es gelte deshalb, das «Glück beim Schopf» zu packen und mutig zu sein: Dinge sollten geändert, «überholte Klischees» abgeschüttelt werden, um aus Krisen zu lernen. In Kombination mit Bescheidenheit und dem Willen, Erfolge zu erreichen, werde sich das Glück «automatisch» einstellen.
«Ein deutscher Schriftsteller und Kritiker hat einmal gesagt: ‹Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen›», sagte Schneider-Schneiter.
Übrigens: Als Überraschungsgast hatte die Handelskammer beider Basel TV-Moderator Röbi Koller eingeladen. Der fröhliche Showman sprach ebenfalls über das Glück und sorgte mit seinen Aussagen für viel Heiterkeit. Ein – wohl unfreiwillliger – Lacher gab es, als der Zürcher davon erzählte, wie er sich zum Ausspannen in sein Feriendomizil im Kanton Glarus begebe. «Und ihr in Basel fahrt für denselben Zweck nach Liestal». Breites Gelächter erfüllte den Saal.
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