«Purer Stress»: Hunde sollen an Fasnacht zuhause bleiben
Laute Musik, Kostüme und Menschenmengen: Das Tierheim an der Birs empfiehlt, die Vierbeiner nicht mitzunehmen.

Noch 20 Mal schlafen, dann ist in Basel wieder Morgestraich. Während die Fasnacht für viele Baslerinnen und Basler als «die drey scheenschte Dääg» gelten, ist sie für die Vierbeiner alles andere als ein Vergnügen.
Die Stiftung Tierheim an der Birs hält die Bevölkerung deshalb in einer Medienmitteilung von Dienstagmorgen dazu an, die Hunde möglichst vom Fasnachts-Geschehen fernzuhalten.
Konkret seien folgende Punkte zu beachten:
- Kostümierung von Hunden: Ob eine tierschutzrelevante Situation vorliegt, hänge von der Art der Kostümierung des Tieres ab. «Spätestens wenn die Bewegungsfreiheit des Hundes zu stark eingeschränkt ist, das Versäubern behindert wird, oder wenn Verletzungsgefahr durch das Kostüm besteht, ist die Grenze überschritten», schreibt die Stiftung TBB. Sie empfiehlt ganz auf die Kostümierung von Hunden zu verzichten.
- Abfällle auf dem Boden: Essensreste, Süssigkeiten oder Glasscherben können während der Fasnacht in den Abfallbergen und im Räpplimeer weniger gut erkannt werden und können deshalb gefährlich sein für die Vierbeiner
- Menschenmengen: Fühlen sich Hunde durch eine grosse Anzahl Menschen eingeengt oder werden sie unabsichtlich getreten, kann es zu Bissvorfällen kommen.
- Laute Musik: Der Klang von Trommeln und Piccolos kann für Hunde aufgrund ihres hoch entwickelten Gehörs Stress und Belastung bedeuten. In diesem Zusammenhang weist das Tierheim auch darauf hin, dass auch die Marschübungen, die derzeit in den Wäldern durchgeführt werden, den Hund stressen können.
- Kostümierung der Fasnächtler: Was für Menschen lustig aussehen mag, kann von Hunden als Bedrohung wahrgenommen werden, da sie die Mimik der verkleideten Personen nicht wahrnehmen können.
Den Hunden Gesellschaft leisten
Zudem empfiehlt das Tierheim, den Hunden während der Fasnacht in den eigenen vier Wänden Ruhe zu gönnen. Sollten die «drey scheenschte Dääg» vor der eigenen Haustüre stattfinden, sei es besser, wenn die Hunde nicht alleine gelassen werden. (red.)
Wie es sich für die Fasnacht gehört, schliesst die Stiftung ihre Medienmitteilung mit einem «Värsli» ab:
D’Bängg sin glatt, d’Blaggedde poliert und d’Räppli bunt
Doch an dr Fasnacht chöme d’Vierbainer uff dr Hund
Sie hän nüt verlore zwüsche Dambuure, Ladäärne und Waggis-Bai
An de drey scheenschte Dääg blyybe d’Waadeschnapper besser dehai
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