Diese Köpfe schicken FDP und Mitte ins Nationalrats-Rennen
Basel: Als Spitzenkandidaten gelten alt Regierungsrat Baschi Dürr und Mitte-Präsident Balz Herter. Die Nominationen fielen einstimmig aus.

Am Montagabend haben gleich zwei bürgerliche Basler Parteien ihre Kandidierenden für die Nationalratswahlen im Herbst nominiert. Bei der FDP Basel-Stadt sind dies, wie vor zwei Wochen angekündigt, alt Regierungsrat Baschi Dürr, Parteipräsident Johannes Barth, Vizepräsidentin Eva Biland und Tamara Alù, Präsidentin der FDP Frauen Basel-Stadt.
Letztere wurde an Stelle von Elias Schäfer, der aus «beruflichen Gründen» zurücktritt, zudem zur neuen Vizepräsidentin gewählt.
Baschi Dürr geht bei den Nationalratswahlen derweil als Spitzenkandidat ins Rennen. «Ich möchte meine breite politische Erfahrung und meinen liberalen Kompass in Bundesbern einbringen, um unser Land (noch) freier, föderalistischer und erfolgreicher zu machen», wird er in der Medienmitteilung von Montagabend zitiert.
Während die Nomination für die Grosse Kammer einstimmig ausfiel, war man sich bei einer anderen Frage nicht ganz so einig. Nämlich darüber, ob man eine Listenverbindung mit der SVP eingehen will. Wie die Basler Zeitung berichtet, wurde rege diskutiert.
Deutliche Entscheidung gegen Listenverbindung mit SVP
Saskia Frei, ehemalige Regierungskandidatin etwa, die sich für eine Liste mit der SVP starkmachte, äusserte die Befürchtung, dass es eine «Einladung für drei linke Sitze sei», wen die Volkspartei ausgeschlossen werde. Zudem machte sie darauf aufmerksam, dass etliche SVP-Stimmen verloren gehen würden.
Mit 49 Ja- zu 12 Nein-Stimmen und 7 Enthaltungen entschieden sich die Mitglieder trotz diesen Voten relativ deutlich gegen eine Listenverbindung mit der Volkspartei und für eine Verbindung mit der LDP, der Mitte, der GLP und der EVP.
Balz Herter will auch als Ständerat kandidieren
Ebenfalls einstimmig nominierte am Montagabend die Mitte Basel-Stadt ihre Kandidierenden für die Nationalratswahlen. Hier geht Parteipräsident Balz Herter als Topfavorit ins Rennen. Ebenfalls auf der Liste stehen Grossrätin Andrea Knellwolf, der Riehener Gemeinderat Patrick Huber sowie Vorstandsmitglied Tiziana Conti.
Wie die bz Basel schreibt, interessiere sich Herter auch für eine Ständeratskandidatur. Dabei dürfte es aber viel mehr darum gehen, seine Ambitionen für den Nationalrat zu unterstreichen. Gegen die aktuelle SP-Ständerätin Eva Herzog werden ihm nämlich kaum Wahlchancen ausgerechnet.
Wen die Bürgerlichen für die Ständeratswahlen ins Rennen schicken werden, steht noch nicht fest. Bis Ende April soll der definitive Entscheid fallen. (ms)
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