BS-Regierung muss gegen höhere Drämmli-Preise vorgehen
Im April kündigte der TNW höhere Preise an. Dies passe nicht zur Klimapolitik, befand eine knappe Grossratsmehrheit.

Das sorgte für Unmut: Anfangs April kommunizierte die ÖV-Branchenorganisation «Alliance SwissPass» höhere Preise für das Zugfahren, also beim General-Abonnement, für das Halbtax-Abo und bei den Einzelpreisen. Bald darauf doppelte der Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW) nach: Eine Tarif-Erhöhung um durchschnittlich 4,4 Prozent. Und dies nach der Zustimmung für die Klimagerechtigkeitsinitiative und gar der Forderung nach Gratis-ÖV.
Genau dies nahm Basta-Grossrätin Tonja Zürcher zum Argument, um mit einem Vorstoss gegen die Preiserhöhungen vorzugehen. Sie fordert: «Im Sinne des von der Bevölkerung angenommenen Verfassungsartikels für Klimagerechtigkeit fordern die Unterzeichnenden den Regierungsrat deshalb auf, nachweislich beim TNW darauf hinzuwirken, dass auf die angekündigte Preiserhöhung verzichtet wird.»
Linksgrün gegen Grünliberale
Mit ihrem Vorstoss setzte sich Zürcher am Mittwoch hauchdünn durch. Pikant: Die Grünliberalen stimmten mit den Bürgerlichen gegen das Anliegen. Dass es zur Überweisung mit 49 zu 48 Stimmen kam, lag an Mitte/EVP-Grossrat Christoph Hochuli.
In der Debatte hatte sich Regierungsrätin Esther Keller (GLP) gegen das Anliegen gewandt: Mobilität dürfe etwas kosten, egal in welcher Form.
Teuerung bei den TNW-Preisen: «Happig»
Für sich genommen kann man die TNW-Tariferhöhungen als moderat bezeichnen, zumal die letzte Erhöhung sieben Jahre zurückliegt: Beim Jahresabo beträgt die Erhöhung für Erwachsene 24 Franken, für das Senioren-Abo 18 Franken und für das Jugend-Abo 12 Franken. Der Preis für das Monatsabo für Erwachsene erhöht sich um 6 Franken, für das Senioren-Abo um 5 Franken und für das Jugend-Abo um 4 Franken.
Zu viel, befand die Ratsmehrheit. Die Teuerung bei den Jahresabos sei happig, schrieb Zürcher: «Besonders stark trifft die angekündigte Erhöhung aber jene Menschen, die sich das U-Abo nur monatsweise leisten können oder brauchen.» Der öffentliche Verkehr müsse als Service public für alle Menschen bezahlbar sein.
Sollte die Regierung beim TNW auflaufen, müsste sie dem Grossen Rat eine Vorlage zur kantonalen Vergünstigung des U-Abos vorlegen, welche die Preiserhöhungen beim TNW kompensiert. (cb)
Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.
Angebote
Basel erleben mit dem StadtBonBasel
Willkommen zum grössten Einkaufsvergnügen der Region. Der StadtBonBasel wird in allen guten Geschäften, Kultur- und Gastrobetrieben der Erlebnisstadt Basel gerne als Zahlungsmittel angenommen.
Basel erleben mit dem StadtBonBasel
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
1 Kommentar