Roche baut circa 100 Stellen in der Schweiz ab
Insgesamt knapp 340 Mitarbeiter des Pharmakonzerns verlieren weltweit ihren Job. Die Grösse der «Gesamtbelegschaft» bleibe insgesamt jedoch «stabil».

Nach der Pandemie machte Roche Schlagzeilen aufgrund von Rückschlägen bei der Medikamentenentwicklung. Wie die bz Basel am Donnerstagabend berichtete, wurde beim Basler Pharmakonzern nun der Sparhebel bei der Abteilung «Pharma-Product Development» angesetzt, welche für die klinische Entwicklung von Medikamenten zuständig ist.
Zum Ausmass des Stellenabbaus konkretisiert Roche auf Anfrage von Prime News: «Die Gesamtzahl der Pharma-Product-Mitarbeiter, die von der Massnahme betroffen sein könnten, wird sich voraussichtlich auf weniger als 6 Prozent belaufen.»
Dies wären etwas weniger als 340 Personen, knapp 100 davon dürften laut einer Rechnung der bz Basel am Schweizer Standort vorgesehen sein. Einen konkreten Zeitplan könne Roche zurzeit noch nicht nennen, da vorab «rechtliche Überprüfungen» und Gespräche mit «lokalen Arbeitnehmervertretungen» erforderlich seien, so Roche auf Anfrage.
Die Gesamtbelegschaft soll stabil bleiben
Droht nun in weiteren Abteilungen des Konzerns ein Stellenabbau? Gegenüber Prime News prognostiziert Roche, dass die Gesamtbelegschaft im Jahr 2024 stabil bleiben werde. Die Firma habe weltweit 1‘500 offene Stellen und schuf in der Schweiz im vergangenen Jahr rund 500 Stellen.
Interessant: Vor 8 Tagen präsentierte der Basler Pharmakonzern seine Jahresbilanz 2023. Auch Prime News war vor Ort und berichtete.
Wieso hat der Konzern den Stellenabbau nicht bereits damals kommuniziert? Gegenüber Prime News antwortet Roche ausweichend: «Der Erfolg und das nachhaltige Wachstum unseres Unternehmens hängen von unserer Fähigkeit ab, Innovationen proaktiv und frühzeitig zu erkennen, uns an Veränderungen anzupassen und unsere Ressourcen sinnvoll einzusetzen.» Und weiter: «Wir evaluieren fortlaufend alle Unternehmensbereiche, um uns und unser Portfolio an neuen Medikamenten kontinuierlich zu verbessern.»
Roche betont, man werde sich bemühen, «die potenziellen Auswirkungen des Stellen-Abbaus auf die Mitarbeiter abzumildern» und einen respektvollen Umgang mit den Betroffenen zu pflegen. (nh)
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