Baloise – Unwetter belasten die Jahresbilanz 2023 des Konzerns
Weniger Gewinn, höheres Prämienvolumen und ein Strategiewechsel: Der Versicherungskonzern zeige sich «robust».

Der Basler Versicherungskonzern schreibt in seiner Jahresbilanz von einem «operativ herausforderndem Jahr». Das versicherungstechnische Ergebnis sei durch Unwetter und Grossschäden stark belastet worden.
Diese Einflüsse spiegeln sich im Gewinn von Finanzierungskosten und Steuern (EBIT) der Gruppe wieder, der mit 344.4 Millionen Franken um 6.0 Prozent tiefer ausfällt als in der Vorperiode (2022: 366.4 Millionen Franken).
Die Nichtlebensparte erzielte mit 134,0 Millionen (Vorjahr 99,4) ein positives Ergebnis, während der Ebit im Lebengeschäft auf 178,5 Millionen (259,8 Millionen) zurückging.
Die Dividende soll um 30 Rappen auf 7.70 Franken je Aktie angehoben werden.
Positiv erwähnt wird der Anstieg des Prämienvolumens um 2.7 Prozentpunkte auf 1'468.7 Millionen Franken im Nichtlebengeschäft; vor allem in den Branchen Motorfahrzeug, Haft und Sach. Der Aktionärsgewinn der Baloise sank um 3,3 Prozent auf 239,6 Millionen Franken.
Baloise investiert nicht mehr in Ökosysteme
Der Konzern hat seine Ökosystemstrategie in den Bereichen «Heim» und «Mobilität» einer Überprüfung unterzogen und entschieden, keine Neuinvestitionen für den Ausbau der Ökosysteme mehr zu tätigen. Künftig wolle man sich stärker auf «versicherungsnahe Aktivitäten» sowie die Rentabilisierung des bestehenden Innovationsportfolios konzentrieren.
Im kommenden September will Baloise die Ausrichtung der kommenden Strategiephase vorstellen. Der Versicherungskonzern zeigt sich zuversichtlich, die anvisierten Barmittel von 2 Milliarden Franken bis Ende 2025 zu generieren (Stand 2023: 964 Millionen Franken).
Das strategische Ziel, 1,5 Millionen Neukundinnen und Neukunden bis 2025 zu gewinnen, sei kaum mehr erreichbar, insbesondere, da keine Investitionen in neuen Beteiligungen im Rahmen der Ökosystemstrategie mehr getätigt werden. (red)
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