07.03.2024 News aus der Region

Regierung bestätigt: Asyl­bewer­ber verbrannten Israel-Flagge

Vor zehn Tagen rissen zwei Männer die Flagge bei der Basler Synagoge herunter. Sie kommen aus Marokko und Algerien.

Basler Synagoge: «Mehrere Vorfälle seit dem 7. Oktober». Bild: Yannik Schmöller

Letzte Woche verbreitete SVP-Grossrat Joël Thüring die Aussage, wonach zwei «Angreifer» sich am Sonntag vor einer Woche unberechtigterweise auf das Gelände der Synagoge begeben hätten, dort die Israel-Flagge heruntergerissen und schliesslich verbrannt hätten. Dabei handle es sich um Asylbewerber.

Thüring bezog sich auf Aussagen aus «Kreisen der Synagoge» (Prime News berichtete). Geschäftsführerin Isabel Schlerkmann, Geschäftsführerin der Israelitischen Gemeinde Basel, bestätigte den Vorfall, jedoch nicht die Herkunft der Täterschaft.

Dies hat nun die Basler Regierung anlässlich der Grossratssitzung auf Thürings Vorstoss hin nachgeholt. LDP-Sicherheitsdirektorin Stephanie Eymann sah bei dem «inakzeptablem Übergriff», auch wegen den jüngsten «Vorkommnissen in Zürich» ein »Informationsinteresse der Öffentlichkeit» als gegeben an. In Zürich hatte mutmasslich ein junger Islamist einen orthodoxen Juden auf der Strasse niedergestochen.

Ein Jugendlicher und ein Erwachsener aus dem Maghreb

Konkret: Bei den beiden Tatverdächtigen handelt es sich um einen Algerier, der «gemäss aktuellem Altersgutachten neu als volljährig zu behandeln ist», ferner um einen Jugendlichen aus Marokko. Der Algerier sei über den Zaun geklettert, habe die Flagge mitgenommen und dabei auch die Gegenstände auf einem Gedenktisch weggewischt. Die beiden jungen Männer hätten die Flagge später verbrannt und unter einen Baum geworfen.

Das Asylverfahren des Algeriers sei bereits abgeschrieben, das des jugendlichen Marokkaners noch aktiv. Beide waren vor dem aktuellen Altersgutachten als Jugendliche im Bundesasylzentrum in Aesch untergebracht. Der Algerier befand sich schon vor dem aktuellen Fall aus «anderem Grund» kurz in Untersuchungshaft. Eine «Fernhaltemassnahme» bezüglich Basel habe nicht bestanden. Eymann beantwortete Thürings Frage nach dem gegenwärtigen Aufenthaltsort der Beschuldigten nicht.

Die Israel-Flagge bei der Synagoge wurde seit dem Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober bereits zum zweiten Mal heruntergerissen. Es sei auch seither zu «mehreren Vorfällen» anderer Art gekommen. Die IGB hat auf Anfrage von Prime News von mehreren Anzeigen gesprochen, die man erstattet habe. (Red)

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