Vorstoss: Höherer Mindestlohn für Lernende
1000 Franken Mindestlohn für alle Lehrlinge: Das fordert SP-Grossrätin Amina Trevisan in einer Interpellation.

SP-Grossrätin Amina Trevisan hat am Donnerstag einen Vorstoss betreffend «höherer Mindestlohn für alle Lernende» eingereicht. Die Realität zeige, dass es Probleme mit der angemessenen Vergütung von Lernenden gebe, schreibt die Sozialdemokratin. Und weiter: «Es kommt nicht selten vor, dass die Löhne sehr tief sind. Sie reichen nicht ansatzweise zum Überleben».
In der Folge blieben Lernende finanziell von Ihren Eltern oder Drittpersonen abhängig. Für Menschen, die in einem späteren Lebensabschnitt noch eine Lehre beginnen, könne der tiefe Lohn zudem schwerwiegende Folgen haben. Die Inflation und die Hürden für den Erhalt eines Stipendiums würden die Situation weiter verschärfen, so die Sozio- und Ethnologin.
Mindestlohn für alle Lernenden
Für sie ist klar: Zur Verbesserung der Situation stelle ein Mindestlohn für Lernende eine sinnvolle sozialpolitische Massnahme dar. Deshalb hat sie einen Fragenkatalog an die Basler Exekutive formuliert. Darin will Amina Trevisan unter anderem wissen:
- «Wie möchte der Regierungsrat die Berufsbildung im Allgemeinen stärken?» ‒ und welche Massnahmen der Regierungsrat dazu zu ergreifen gedenke.
- Oder konkreter: «Erachtet der Regierungsrat die Einführung von branchenübergreifenden Mindestlöhnen von 1'000 Franken pro Monat für alle Lernenden als sinnvolle Massnahme?
Weiter bittet Sie die Regierung um weitere Zahlen zur Beurteilung der Situation. Konkret will Trevisan unter anderem wissen, in welchen Branchen Lehrlinge im ersten Lehrjahr weniger als 1'000 Franken verdienen und in welchen kein allgemeinverbindlicher Gesamtarbeitsvertrag (GAV) gelte. Auch fragt sie, wie viele Lernende von Stipendien profitieren. (nh)
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