Lysbüchel: Über 19 Jahre für den Beschuldigten
Am Basler Strafgericht wird ein 25-jähriger Mann wegen Mordes, versuchten Mordes und Körperverletzung schuldig gesprochen.

Der 25-Jährige wurde des Mordes, versuchten Mordes, der einfachen Körperverletzung und der Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuldig gesprochen. Er erhielt eine Freiheitsstrafe von 19,5 Jahren, die zugunsten einer psychiatrischen Massnahme aufgeschoben wird, wie Baseljetzt berichtet.
Zudem wurde er für 10 Jahre des Landes verwiesen und muss über 200'000 Franken an die Angehörigen zahlen. Vom Vorwurf des Handydiebstahls wurde er freigesprochen.
Der Verurteilte unterbrach die Urteilsbegründung mit der Frage, ob er gehen könne, denn er wolle sich das nicht anhören. Das Urteil kenne er ja. «Weshalb muss ich jetzt noch zuhören?»
Die Verteidigung kritisierte das Gutachten und die Kompetenz der Gutachterin, aber das Gericht wies diese Kritik zurück.
Die Hauptdelikte
Der Fall hatte in der Region entsetzen ausgelöst. In der Nacht auf den 15. August 2021 wurde ein 28-jähriger Mann auf dem Basler Lysbüchel-Areal erstochen. Diese Woche musste sich der mutmaßliche Täter, ein 25-jähriger Zürcher Kampfsportler, vor Gericht verantworten.
Zuvor im selben Sommer hatte der Täter, so das Gericht, einem Mann zwei schwere Schnittverletzungen zugefügt, die ohne medizinische Versorgung tödlich gewesen wären. Die Täterschaft war durch Fingerabdrücke und Handy-Auswertungen unbestritten. (Red)
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