Baselbieter Cannabis-Studie zieht positives Zwischenfazit
Die rund 1'000 Teilnehmer beziehen laut den Organisatoren nur noch halb so oft Cannabis auf dem Schwarzmarkt wie davor.

Vor rund sieben Monaten lief im Landkanton der Cannabis-Pilotversuch «Grashaus Projects» an. Dazu wurde jeweils in Liestal und Allschwil ein Fachgeschäft eröffnet, welches legal diverse THC-haltige Produkte anbietet.
Interessierte mussten sich allerdings dazu bereit erklären, an einer fünfjährigen Studie teilzunehmen und füllen seither jeweils in einer Kadenz von drei bis sechs Monaten Fragebogen aus.
Darin erfassen sie unter anderem ihr körperliches und psychisches Wohlbefinden. Bis dato nehmen knapp 1'000 Menschen an der Studie teil, circa 80 Prozent davon sind männlich. Nun nehmen die Organisatoren in der bz Basel Stellung – und ziehen ein positives Zwischenfazit.
Die erste Auswertung zeigte unter anderem, dass die Teilnehmenden von «Grashaus Projects» «nur noch» an zehn Tagen pro Monat Cannabis aus illegaler Quelle beziehen – davor seien es zwanzig Tage gewesen.
Ausserdem kämen auch «risikoärmere» Produkte wie zum Beispiel «Gummibärchen mit THC-Gehalt» bei den Probanden gut an – und seien ein valabler Ersatz für lungenschädigende Tabak-Joints.
Dies unterstützt laut Studienleiter Michael Schaub das «langfristige Ziel der Studie, dass es zu einem risikoärmeren Konsum kommt.» Die Studien-Organisatoren zeigen sich überzeugt, dass der Pilotversuch dabei helfe, eine «echte Alternative» zum «unregulierten» Schwarzmarkt anzubieten. (red)
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