ESC: Basler Regierung will 35 Millionen vom Grossen Rat
Am 11. September soll das Parlament entscheiden, ob es den European Songcontest mit Steuergeldern finanzieren will.

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat am Freitag entschieden, dass der Eurovision Songcontest (ESC) im Mai 2025 in Basel über die Bühne gehen soll. Nachdem LDP-Regierungspräsident Conradin Cramer auf den sozialen Medien ob der freudigen Botschaft ein Tänzchen vollführt hat, ist nun das Preisschild für die Durchführung des Musikanlasses bekannt.
Wie die Basler Regierung in der Nacht auf Samstag mitteilt, verlange sie vom Grossen Rat für die Durchführung des ESC insgesamt 34'964'000 Franken - also knapp 35 Millionen. Das Geschäft in dem der Betrag enthalten ist, soll voraussichtlich am 11. September im Basler Parlament beraten werden.
Die Kosten teilen sich wie folgt auf:
- Ausgaben für Infrastruktur und Einnahmeausfälle im Gebiet St. Jakob: 14'592'000 Franken
- Kosten für Sicherheit, Rettung und Cyber-Sicherheit: 7'875'000 Franken
- Geld für Unterkünfte und Welcome-Aktionen: 5'070'000 Franken
- Transport und öffentlicher Verkehr: 2'000'000 Franken
- Begleitanlässe: 915'000 Franken
- Projektorganisation und Kommunikation: 800'000 Franken
- Kulturevents in der Innenstadt: 500'000 Franken
In der Summe ergibt das 31'752'000 Franken, also aufgerundet 32 Millionen Franken. Da stellt sich die Frage, wo die restlichen rund 3 Millionen Franken zur Auffüllung des kommunizierten Betrags von 35 Millionen hinfliessen, welche die Regierung vom Grossen Rat beantragt. Wie es beim Präsidialdepartement auf Anfrage von Prime News heisst, sei dieser Betrag von knapp 3 Millionen Franken als «Reserve» für Unvorhergesehenes eingeplant.
Kostenneutral hingegen soll für die Steuerzahler die «Arena Plus» im St. Jakob-Park sein. Finanziert werden soll das «Public-Viewing» am Finaltag über den Ticketverkauf sowie Essensstände. Die Regierung rechnet hierbei mit Einnahmen von knapp 2.5 Millionen Franken.
Weiter sei in der Stadt unter Einbezug von Basler Kulturinstitutionen ein umfassendes, kostenlos zugängliches Rahmenprogramm in der Innenstadt geplant. Dieses für Fans des ESC und die Bevölkerung zugängliche Angebot will sich die Regierung 500'000 Franken kosten lassen.
Den Betrag für die Durchführung des «Eurovision Village» in den Hallen der Messe Basel von maximal 2.14 Millionen Franken übernehme der Swisslos-Fonds Basel-Stadt. (mar)
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