02.09.2024 News aus der Region

Maya Graf: «Frauen werden über­durch­schnitt­lich profitieren»

Die Grüne Maya Graf, die Grünliberale Katja Christ und Saskia Schenker (FDP) plädierten für ein Ja zur BVG-Reform.

Von links nach rechts: Saskia Schenker (FDP), Nicole Roth (SVP), Lydia Isler-Christ (LDP), Katja Christ (GLP), Claudia Brodbeck (Mitte), Maya Graf (Grüne). Bild: zVg

Der «Tagesanzeiger» nannte die Vorlage kürzlich einen demokratie-politischen «Abgrund». Weil sie niemand verstehe.

Die Abstimmung um die Revision der zweiten Säule, die dem nationalen Stimmvolk am 22. September vorgelegt wird, ist tatsächlich selbst für Fachleute eine Herausforderung. Im wesentlichen geht es bei der Revision darum, die Finanzierbarkeit des Sozialwerks sicherzustellen. Zudem sollen mehr Menschen – gerade auch jene, die Teilzeit arbeiten – in den Genuss von Rentenleistungen gebracht werden. Gewerkschaften und die SP Schweiz haben das Referendum ergriffen.

Das Mittel, um in der Lage bei der Bevölkerung Vertrauen zu wecken: ein politisch breite Allianz, die dazu prominent besetzt ist.

Genau eine solche präsentierte heute Montag das regionale Komitee «Ja zur BVG-Reform» vor den Medien, das vom Arbeitgeberverband Region Basel gemanaged wird:

Maya Graf, Ständerätin BL (Grüne), Katja Christ, Nationalrätin BS (Grünliberale), Claudia Brodbeck, Landrätin (Mitte), Lydia Isler-Christ, Grossrätin (LDP,) Nicole Roth, Landrätin (SVP), Saskia Schenker, Landrätin (FDP) und Direktorin Arbeitgeberverband Region Basel.

Maya Graf betonte: «Wir beklagen heute leider zu Recht, dass Altersarmut weiblich ist. Viele Frauen sind im Alter finanziell schlecht abgesichert und benötigen Ergänzungsleistungen, um die Existenz zu sichern». Und weiter: «Frauen werden überdurchschnittlich von dieser Reform profitieren.» 

Heutige Situation zu Lasten von Pflegefrauen und Bäuerinnen

Nationalrätin Katja Christ hob die Wichtigkeit der BVG-Reform gerade auch für die heutigen Erwerbstätigen hervor: «Heute leben wir im Schnitt 5 Jahre länger als bei der Einführung der beruflichen Vorsorge. Das heisst, das in der 2. Säule eigene angesparte Vermögen muss im Schnitt 5 Jahre länger reichen.» Das zwinge die Pensionskassen dazu, systemwidrig Geld von jungen Menschen, die einzahlen, an die Pensionierten umzuverteilen. 

Die im Pflegedienst tätige SVP-Landrätin Nicole Roth führte das Argument der Teilzeitarbeit an: «Wenn Teilzeitarbeit für eine bestimmte Lebensphase das Richtige ist und man es sich auch vom Einkommen her für diesen Zeitpunkt leisten kann, geht die Rechnung dann spätestens im Alter nicht mehr auf». Man müsse in jeder Lebenslage gut in der 2. Säule versichert sein, auch in den Tieflohnbranchen.

Mitte-Landrätin Claudia Brodbeck erinnerte dabei an die Situation der Landwirtinnen: Für die eigentlich bezahlte Arbeit auf dem Hof und in der Zweitbeschäftigung seien Bäuerinnen aufgrund der heutigen Vorgaben im BVG-Obligatorium oft nicht in der 2. Säule versichert. Berufsgruppen wie den Bäuerinnen müsse man bessere Renten ermöglichen.

Lydia Christ-Isler betonte unter anderem, dass die Revision dafür sorge, dass auch ältere Frauen im Arbeitsmarkt besser vermittelbar seien, da die Lohnbeiträge ab 55 Jahren reduziert würden. (cb)

Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.

Noch keine Kommentare

max. 800 Zeichen

Regeln

Ihre Meinung zu einem Artikel ist uns hochwillkommen. Bitte beachten Sie dazu die nachfolgenden Regeln: Bitte beziehen Sie sich bei Ihrem Kommentar auf das Thema des Beitrags und halten Sie sich an den Grundsatz, dass in der Kürze die Würze liegt. Wir behalten uns vor, Kommentare zu kürzen. Geben Sie Ihren Namen an und benutzen Sie keine Namen anderer Personen oder Fantasienamen – ansonsten sieht die Redaktion von einer Publikation ab. Wir werden ferner Kommentare nicht veröffentlichen, wenn deren Inhalte ehrverletzend, rassistisch, unsachlich oder in Mundart oder in einer Fremdsprache verfasst sind. Über diesbezügliche Entscheide wird keine Korrespondenz geführt oder Auskunft erteilt. Weiter weisen wir Sie darauf hin, dass Ihre Beiträge von Suchmaschinen wie Google erfasst werden können. Die Redaktion hat keine Möglichkeit, Ihre Kommentare aus dem Suchmaschinenindex zu entfernen.

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

Schlagzeilen
 
 

Angebote

Basel erleben mit dem StadtBonBasel

Willkommen zum grössten Einkaufsvergnügen der Region. Der StadtBonBasel wird in allen guten Geschäften, Kultur- und Gastrobetrieben der Erlebnisstadt Basel gerne als Zahlungsmittel angenommen.

Basel erleben mit dem StadtBonBasel

CHF 20.–
Disclaimer:
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Zur Übersicht
Aktuelle Artikel
     

 

 

 
     

 

 

 
News
 
 

Angebote

Immer müde und schlapp?

Andreafer – die leckeren Eisensticks. Profitieren Sie jetzt: Beim Kauf von 3 Packungen erhalten Sie 22% Rabatt!

Immer müde und schlapp?

CHF 50.–
statt CHF 64.70
Disclaimer:
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Zur Übersicht