Regierungswahlen: Eva Biland verzichtet auf zweiten Wahlgang
Somit treffen am 24. November die amtierende Baudirektorin Esther Keller (GLP) und die grüne Herausforderin Anina Ineichen aufeinander.

Eva Biland zieht ihre Regierungs-Kandidatur zurück. Die FDP-Politikerin hatte am Wahlsonntag ein respektables Ergebnis von 15'876 Stimmen erzielt. Sie lag damit aber rund 6'000 Stimmen hinter der bisherigen Baudirektorin Esther Keller und auch der grünen Kandidatin Anina Ineichen (18'320 Stimmen) zurück.
Wie Prime News am Sonntag kommentierte, hätte mit Bilands Kandidatur die Gefahr bestanden, dass die bürgerlichen Kräfte von GLP bis SVP sich zum zweiten Wahlgang am 24. November zwischen Keller und der FPD-Politkerin aufgeteilt hätten – wovon Ineichen profitiert hätte, die sämtliche linksgrünen Kräfte von Basta bis SP hinter sich weiss.
Biland opfert sich
Das Dilemma für die FDP-Parteileitung bestand nun darin, mit Biland zu kandidieren und im Falle des Scheiterns mit einer linksgrünen Übermacht in der Regierung leben zu müssen oder einer Kandidatin, die ein gutes Resultat erzielte, abzusagen.
Von diesem Dilemma hat Biland sie heute Abend anlässlich des Parteitages im Kulturhuus Häbse befreit. Am Nachmittag hatte sie Prime News noch gesagt, dass sie zu einem zweiten Wahlgang bereit wäre. Nun aber hiess es, man wolle nicht Steigbügelhalter für eine linksgrüne Regierungsmehrheit sein.
Dass Anina Ineichen gegen Keller antritt, ist nach 20 Uhr klar geworden. Die grüne Kandidatin wurde laut einer Mitteilung auf X mit tosendem Applaus nominiert.
Prime News berichtet später ausführlich über den FDP-Parteitag. (cb)
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