Das vielfältige Ende der Tannenbäume in Basel
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Weihnachtsbaum zu entsorgen. Dafür ist gar Pflanzenkohle erhältlich.

Einwohnerinnen und Einwohner von Basel-Stadt können ihre Weihnachtsbäume, Tannenäste und Adventskränze bis Ende Januar 2025 kostenlos der Kehrichtabfuhr mitgeben. Wie das Bau- und Verkehrsdepartement mitteilt, sammle die Stadtreinigung das Grüngut in den Quartieren an den entsprechenden Abfuhrtagen zusammen mit den Bebbi-Säcken ein.
Wie vorgeschrieben sollten Bäume und Äste, ebenso wie die Kehrichtsäcke frühestens am Vorabend nach 19 Uhr oder am Abfuhrtag bis spätestens 7 Uhr gut sichtbar am Strassenrand bereitgestellt werden. Weihnachtsbäume mit einer Grösse von über zwei Metern müssten zerkleinert werden.
Die Kehrichtabfuhr verbrennt die Tannenbäume später in der Kehrichtverbrennungsanlage der Industriellen Werke Basel (IWB). Die aus den Bebbi-Säcken, dem Holz und den Tannenästen gewonnene Wärme wird ins Fernwärmenetz eingespiesen und dient zur Heizung von Gebäuden.
Stadtreinigung gibt Pflanzenkohle aus
Wie es in dem Communiqué weiter heisst, können Baslerinnen und Basler ihre Tannenbäume auch zu Pflanzenkohle verarbeiten lassen. Dazu muss der Baum allerdings zu einem Quartierentsorgungspunkt oder einem Magazin der Stadtreinigung gebracht werden.
Möglich ist dies zwischen Dienstag, 2. bis Freitag, 10. Januar 2025. Die Bäume können jeweils wochentags ab 13 Uhr an folgenden Standorten abgegeben werden: www.bs.ch/weihnachtsbaeume sowie auf Google Maps.
Wer seinen Baum vorbeibringt, erhält im Gegenzug vor Ort vier Liter Pflanzenkohle. Die IWB gewinnen die Kohle später aus den Weihnachtsbäumen in der Pflanzenkohleanlage. Die dabei frei werdende Wärme werde wie bei der Kehrichtverbrennungsanlage für das Fernwärmenetz verwendet.
Die nach dem Verkohlungsprozess übrigbleibende Pflanzenkohle lasse sich sowohl im Garten, in der Landwirtschaft als auch in Baustoffen wie Asphalt oder Beton einsetzen. Dabei bleibe das in der Kohle gespeicherte CO2 im Boden, respektive in den Baustoffen gebunden und werde nicht wieder an die Atmosphäre abgegeben. Somit werde CO2 dem Kreislauf aktiv entzogen, heisst es in der Mitteilung.
Kälteschutz für Pflanzen
Nicht zuletzt könnten Äste von Weihnachtsbäumen auch als Kälteschutz über Pflanzenbeete, Balkonkistchen oder unter Sträuchern verteilt werden. Dazu sollten laut Mitteilung allerdings Lametta und Kerzenreste entfernt werden. Im Frühjahr taugten ausgestreute Tannennadeln zudem als Schneckenschutz gegen Frass an jungen Pflanzen.
Die Äste wiederum könnten – gemäss Abfuhrplan – durch den Häckseldienst zu Kompostbeilage verarbeitet oder der Grünabfuhr mitgegeben werden. Zudem ergeben Stamm und Äste gutes Feuerholz. (mar)
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