Basel: Eine knappe Mehrheit fährt mit dem Velo zur Arbeit
Eine Mehrheit der Basler Bevölkerung nutzt das Velo oder den öffentlichen Verkehr für den Arbeitsweg. Das zeigt eine Studie.

Die gfs-Studie «Mobilität in Schweizer Städten» hat in 17 Städten unter anderem untersucht, wie die Bevölkerung zur Arbeit kommt. Wie schon bei der letzten Befragung 2018 zeigt sich, dass Baslerinnen und Basler im Vergleich zu anderen schweizer Grossstädten häufiger aufs Velo steigen.
Zentrale Themen der Studie sind Besitz und Nutzung von Verkehrsmitteln, Zufriedenheit mit der Verkehrssituation, verkehrspolitische Massnahmen, Shared Mobility und Ausgaben für Verkehr und Mobilität. Insgesamt wurden 15'372 Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren befragt.
Teilgenommen haben die Städte Basel, Bern, Freiburg, Luzern, Nyon, Schaffhausen, Sion, Winterthur, Zug und Zürich. In den städtespezifischen Auswertungen sind zudem Daten aus den Agglomerationsgemeinden Muri b. Bern, Köniz, Ebikon, Horw, Seuzach, Baar und Cham berücksichtigt.
Nur 18 Prozent nehmen das Auto
Wie der Kanton Basel-Stadt am Donnerstag mitteilt, fahren 55 Prozent der Befragten mit dem Velo zur Arbeit – also 9 Prozent mehr als der Durchschnitt. Nur 18 Prozent der Befragten fahren mit dem Auto zum Arbeitsort.
Velos werden nicht nur rege genutzt: «Die hohe Nutzung von Velos zeigt sich auch im Besitz: 65 Prozent der Haushalte verfügen über ein Velo, während 48 Prozent ein Auto mit Verbrennungsantrieb besitzen», heisst es in der Mitteilung vom Donnerstag.
Anders sehen die Zahlen aus, wenn es um die Freizeit geht, denn dort gewinnt in Basel der «Fussverkehr» – 65 Prozent gaben an, hauptsächlich zu Fuss unterwegs zu sein. Mit 26 Prozent spiele auch hier das Auto eine eher geringe Rolle.
Superblocks gewinnen an Bedeutung
Was die Bevölkerungsbefragung auch zeige: Eine Mehrheit der Personen wünsche sich Investitionsschwerpunkte in mehr Grünflächen, einen Ausbau der Veloinfrastruktur und die Schaffung «lebenswerter Stadträume».
An Bedeutung gewonnen habe auch die Förderung autofreier Zonen wie Superblocks – 36 Prozent seien bereit, dafür mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, das sind fünf Prozent mehr als im Jahr 2018. Superblocks werden von 62 Prozent der Befragten unterstützt, zumindest in ausgewählten Quartieren.
Allgemeine Zufriedenheit vergleichsweise hoch
Vergleichsweise hoch ist laut den neusten Umfrageresultaten auch die «allgemeine Zufriedenheit» mit der Verkehrssituation in Basel – 67 Prozent haben sich diesbezüglich positiv geäussert. Während der Hauptverkehrszeiten sinkt die Zahl jedoch auf 41 Prozent.
Dies gilt für Autofahrer, aber auch für Velofahrerinnen und Nutzende des öffentlichen Verkehrs. Autofahrerinnen und Autofahrer sehen sich besonders zu Stosszeiten stark belastet.
Als grösste Belastung wird zudem der Parkplatzmangel empfunden, gefolgt von Verkehrsbehinderungen und fehlenden Grünflächen. All diese Punkte werden in Basel häufiger wahrgenommen als in anderen Städten. Den Bericht finden Sie hier. (mei)
Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.
Angebote
Anne Gold
Wenn jede Sekunde zählt. Der 19. Fall von Kommissär Ferrari.
Anne Gold
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Noch keine Kommentare