24.04.2025 News aus der Region

Fussballtore als Ab­fall­kü­bel – Basel setzt auf Nach­hal­tig­keit

Der Kanton Basel-Stadt will sich als Veranstaltungsort auch nach ESC und EM «nachhaltig und attraktiv» positionieren.

Bilder: SRG / UEFA

Das Nachhaltigkeitskonzept, welches der Kanton Basel-Stadt anlässlich des Eurovision Song Concepts und der UEFA Women's Euro umsetzt, soll als «Benchmark» (Messlatte) für künftige Veranstaltungen dienen, wie das Präsidialdepartement am Donnerstag in einer Medienmitteilung schreibt.

Im Fokus stehe dabei die «Balance zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zielen», um dabei die «Auswirkungen der Events auf die Umwelt zu minimieren und gleichzeitig einen Mehrwert für die Gesellschaft zu schaffen».

Die Stadt Basel positioniere sich als Stadt mit «hohem Nachhaltigkeitsstandard und als attraktiver und verantwortungsbewusster Veranstaltungsort». Mit den Partnern SRG und UEFA trage man «gemeinsame Verantwortung für eine umweltfreundliche Ausrichtung der Events».

Gemeinsam wolle man ein «nachhaltiges Erbe schaffen», das über die Veranstaltungen hinauswirke und «positive gesellschaftliche Entwicklungen fördert».

Fokus auf Inklusion

Erkenntnisse und Erfahrungen aus den Grossveranstaltungen sollen wiederum auch in anderen «Host Cities» zur Anwendung kommen – als «Basis für zukünftige, nachhaltigere Events».

Während dem Eurovision Song Contest werde neben Massnahmen in den Bereichen Mobilität und Ressourcenmanagement auch auf «Barrierefreiheit und nachhaltige Verpflegung geachtet». Der Fokus liege dabei auf den «hohen Ansprüchen an Inklusion und Umweltbewusstsein».

«Der Eurovision Song Contest soll ein Fest für alle Menschen sein – unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Sprache, Religion oder Behinderungen», schreibt das Präsidialdepartement. Die Veranstaltungsorte seien mit Rollstuhl barrierefrei zugänglich, Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen sei der Zugang zum Programm ebenfalls ermöglicht und «All Gender-Toiletten» sorgen dafür, dass sich auch nicht-binäre Personen «sicher und willkommen» fühlen.

75 Prozent der Speisen vegi oder vegan

Nachhaltig sei auch das kulinarische Angebot beim ESC, denn ein «grosser Teil der Lebensmittel stammt aus einem Umkreis von 150 Kilometern». Zudem seien mindestens 75 Prozent der Speisen vegetarisch oder vegan und es werde Mehrweggeschirr verwendet.

«Food Waste wird durch variable Portionsgrössen und die Weitergabe von Überschüssen an lokale Food Save-Organisationen vermieden», heisst es in der Mitteilung weiter. An über 200 Brunnen kann zudem frisches Trinkwasser getrunken werden.

Abfallcontainer in Form von Fussballtoren

Nachhaltigkeit stehe auch im Fokus der UEFA Women's League, die vom 2. bis 27 Juli stattfindet. Mit den sieben weiteren Austragungsorten habe man eine «Nachhaltigkeits-Charta» verabschiedet. Ein zentrales Anliegen sei das kombinierte ÖV-Match-Ticket. Basel setze zudem auf Mehrweggeschirr und «spielerisch inszenierte Abfallcontainer in Form von Fussballtoren».

«Besonders am Herzen» liege dem Kanton auch der Gesundheitsschutz. In den Fanzonen auf dem Barfi und dem Messeplatz werde man Sonnenschirme aufstellen und «handliche Klima-Fächer» verteilen, die «Abkühlung versprechen und Tipps zum Hitzeschutz enthalten».

An Erfrischungsstationen werde man zudem Trinkwasser beziehen können. Auch kostenlose Sonnencreme werde in den Fanzonen angeboten. «Abkühlung und Erholung bietet auch das Angebot Play & Chill im Stadtcasino, wo Hör-, Lese- und Gaming-Stationen eingerichtet sind», schreibt das Präsidialdepartement. (mei)

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