Baselbieter Sek-Schüler knapp über Durchschnitt
Schweizweit wurden die Grundkompetenzen der Sek-Schüler untersucht. Auf Niveau Sek A reichen die Kompetenzen nicht aus.

Schweizweit wurden die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe untersucht. Im Fokus: Leseverstehen und Orthografie in Deutsch und Lese- und Hörverstehen in den beiden Fremdsprachen.
Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren hat nun die Resultate der Überprüfung der Grundkompetenzen (ÜGK) 2023 veröffentlicht. Das Baselbiet liegt dabei minim über dem Durchschnitt.
Beste Ergebnisse in der französischen Sprache
Beim Leseverständnis der Schulsprache, also Deutsch, lag der sogenannte Erreichungsgrad bei 83 Prozent, schweizweit bei 82 Prozent. In Orthografie erreichen 87 Prozent der Baselbieter Schülerinnen und Schüler die Grundkompetenzen – der Schweizer Durchschnitt beträgt 84 Prozent.
Leicht unter dem Durchschnitt liegt das Baselbiet beim Hörverstehen in der Fremdsprache Französisch: 57 Prozent erreichen die Grundkompetenten, ein Prozentpunkt weniger als der Durchschnitt. Die Grundkompetenzen im Leseverstehen erreichen 52 Prozent (CH: 51 Prozent) der Schülerinnen und Schüler.
Laut Mitteilung des Kantons Basel-Landschaft weisen die Schüler schweizweit die besten Ergebnisse in Französisch und Deutsch auf.
Mädchen schneiden besser ab als Jungs
Gut abgeschnitten haben die jungen Baselbieterinnen und Baselbieter auch in der Fremdsprache Englisch – im Hörverstehen mit einem Erreichungsgrad von 88 Prozent (CH: 85 Prozent). Zusammen mit dem Kanton Aargau teilen sie sich hier den zweiten Platz hinter dem Kanton Solothurn.
Im Leseverstehen kommen die Sek-Schüler auf 77 Prozenz, was ebenfalls zwei Prozentpunkte über dem Durchschnitt liegt und dem Baselbiet hinter dem Kanton Aargau den zweiten Platz einbringt.
Was die Resultate auch aufzeigen: Mädchen schneiden «über alle Kompetenzen hinweg» besser ab als Knaben. «Im Gegensatz zur übrigen Schweiz sind diese geschlechtsbezogenen Unterschiede jedoch nicht signifikant», heisst es in der Mitteilung.
Leistungszug A soll gestärkt werden
Allerdings: «Auch die Baselbieter Schülerinnen und Schüler aus dem untersten sozioökonomischen Viertel erreichen die Grundkompetenzen deutlich weniger häufig». Aufgrund der Ergebnisse wird in den kommenden Jahren im Fokus stehen, Schülerinnen und Schüler aus dem Leistungszug A besser an das Niveau der Sekundarstufe zwei heranführen zu können.
Dies, weil im Leistungszug A «durchgehend tiefe Kompetenzerreichungsgrade» erzielt wurden. Diese liessen auf ein «gehäuftes Vorkommen von Jugendlichen aus ungünstigen sozioökonomischen Verhältnissen» schliessen, was sich mit den Ergebnissen des Baselbieter Bildungsberichts 2023 decke.
Im Zuge dessen wurde 2024 ein Projekt zur Stärkung des Leistungszugs A lanciert.
Auch im Stadtkanton gibt es deutliche Unterschiede
Ein ähnliches Bild zeichnet auch der Stadtkanton. Wie in anderen Kantonen zeige sich auch hier, dass «das Erreichen der Grundkompetenzen statistisch auffällig mit der sozialen Herkunft und dem Geschlecht zusammenhänge».
Der Kanton schreibt weiter: «Bei der zu Hause gesprochenen Sprache und beim Migrationshintergrund zeigen sich – abhängig vom getesteten Bereich – teilweise ebenfalls statistisch signifikante Zusammenhänge.»
Gut abgeschnitten haben die Schülerinnen und Schüler aus Basel-Stadt im Englisch Hörverstehen, der Erreichungsgrad liegt mit 87 Prozent über dem Schweizer Durchschnitt.
Die Ergebnisse würden nun «vertieft» mit kantonalen Informationsquellen abgeglichen. Ziel sei, ein «möglichst diffeenziertes Bild» zu erhalten und «darauf abgestimmte Massnahmen» entwickeln zu können. «Zudem befindet sich Basel-Stadt aktuell gemeinsam mit den Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn in einer Überprüfung des Sprachenkonzepts.»
Vertiefte Analyse zu Fremdsprachen folgt
Schlecht steht es um die Kenntnisse beim Leseverstehen (46 Prozent) und Hörverstehen (55 Prozent) in Französisch, wo der Kanton Badsel-Stadt einen «tiefen Erreichungsgrad» erzielt. Unter dem Durchschnitt (84 Prozent) liegt er mit 81 Prozent auch bei der Orthografie in Deutsch.
Eine vertiefte Analyse zu den Fremdsprachen liege Anfang 2026 vor. Aufgrund der Resultate im Bereich Deutch Lesen (nur 77 Prozent der baselstädtischen Sek-Schüler erreichten die Grundkompetenz. Im Vergleich: Der Schweizer Durchschnitt beträgt 82 Prozent) beauftrage Mustafa Atici die Volksschulen, gezielte Vorschläge zur Stärkung der Leseförderung zu erarbeiten. (mei)
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