07.05.2025 News aus der Region

ESC: Leila Moon fordert mit Petition Ausschluss von Israel

Über 140 Personen haben einen Aufruf unterzeichnet. Noch ist nicht klar, ob Palästina-Demos bewilligt werden.

Bild: zVg / Prime News

Die Basler DJ, die 2024 mit dem Kulturförderpreis des Kantons Basel-Stadt hätte ausgestattet werden sollen, hat mit aktuell 144 anderen Schweizer Kulturschaffenden eine Petition der Boykottbewegung «Boycott, Divestment and Sanctions» (BDS) unterzeichnet, die von der European Broadcasting Union (EBU) einen Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest (ESC) fordert. 

Das kriegsführende Land müsse aufgrund «nachgewiesener Verbrechen wie Folter, Landraub und aussergerichtliche Hinrichtungen» vom Wettbewerb ausgeschlossen werden, zitiert die BaZ aus dem Boykottaufruf. 

Dass der israelische TV-Sender und EBU-Partner KAN sich mit eigenen Sendungen «an Kriegstreiberei, rassistischer Hetze gegen Palästinenser*innen und Genozidverherrlichung» beteiligt, widerspreche der Idee des ESC als Fest des Friedens und der Einigkeit. 

Laut der BaZ schliesse die EBU einen Ausschluss Israels aus. «Wir verstehen die Sorgen im Zusammenhang mit dem aktuellen Konflikt im Nahen Osten», wird deren Direktor Martin Green zitiert. Allerdings sei es Aufgabe der EBU, einen Wettbewerb zu veranstalten, der durch Musik verbinde. Man orientiere sich an anderen internationalen Organisationen, die ihre inklusive Haltung gegenüber israelischen Teilnehmern ebenfalls beibehalten haben.

Demos und erhöhte Terror-Gefahr

Für die ESC-Woche sind auch Pro-Palästinensische Aktionen und Demos angekündigt (Prime News berichtete). Die dafür verantwortlichen Basler Palästina-Aktivisten sind in den letzten Monaten mit Uni-Besetzungen, Drohungen gegen Grossräte und antisemitischen Parolen aufgefallen. «Für Palästina eskalieren»: So lautet das Motto. Auch am 1. Mai wurden Gewalt-Aufrufe und antisemitische Parolen skandiert.

Der Basler Regierungspräsident Conradin Cramer sagte auf Anfrage, dass grundsätzlich das Demonstrationsrecht gelte. Aber aktuell liegen laut der NZZ weder Gesuche noch Bewilligungen für Demos vor.

Wie die NZZ berichtet, hätten Polizei und Nachrichtendienst nicht nur Kundgebungen und antisemitische Störaktionen im Blick, sondern auch Anschläge. Seit geraumer Zeit ist die Terrorgefahr in der Schweiz erhöht. Es gebe zwar keine konkreten Hinweise auf einen Terroranschlag während des ESC. Eine «nicht zu unterschätzende Gefahr» gehe aber von radikalisierten Einzeltätern aus, wird ein Verantwortlicher zitiert. (cb)

Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.

2 Kommentare

max. 800 Zeichen

Regeln

Ihre Meinung zu einem Artikel ist uns hochwillkommen. Bitte beachten Sie dazu die nachfolgenden Regeln: Bitte beziehen Sie sich bei Ihrem Kommentar auf das Thema des Beitrags und halten Sie sich an den Grundsatz, dass in der Kürze die Würze liegt. Wir behalten uns vor, Kommentare zu kürzen. Geben Sie Ihren Namen an und benutzen Sie keine Namen anderer Personen oder Fantasienamen – ansonsten sieht die Redaktion von einer Publikation ab. Wir werden ferner Kommentare nicht veröffentlichen, wenn deren Inhalte ehrverletzend, rassistisch, unsachlich oder in Mundart oder in einer Fremdsprache verfasst sind. Über diesbezügliche Entscheide wird keine Korrespondenz geführt oder Auskunft erteilt. Weiter weisen wir Sie darauf hin, dass Ihre Beiträge von Suchmaschinen wie Google erfasst werden können. Die Redaktion hat keine Möglichkeit, Ihre Kommentare aus dem Suchmaschinenindex zu entfernen.

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

     

 

 

 

Schlagzeilen
 
 

Newsletter

Das Wichtigste zur Region, täglich um 17 Uhr in der Mailbox. Jetzt die kostenlosen #baselnews abonnieren.

 

Angebote

Globi und die Energie

Von Erdöl, Klimawandel und Solarzellen. Ein Sachbuch für Kinder.

Globi und die Energie

CHF 25.90
statt CHF 29.90
Disclaimer:
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Zur Übersicht
Aktuelle Artikel
     

 

 

 
     

 

 

 
News
 
 

Angebote

Basel erleben mit dem StadtBonBasel

Willkommen zum grössten Einkaufsvergnügen der Region. Der StadtBonBasel wird in allen guten Geschäften, Kultur- und Gastrobetrieben der Erlebnisstadt Basel gerne als Zahlungsmittel angenommen.

Basel erleben mit dem StadtBonBasel

CHF 20.–
Disclaimer:
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Zur Übersicht