Legionellen im Duschwasser bei fünf Altersheimen
Das Kantonslabor hat 2024 Legionellen im Duschwasser von elf verschiedenen Pflegeheimen untersucht.

Von März bis Dezember 2024 wurden 110 Duschwasserproben aus elf Alters- und Pflegeheimen auf Legionellen untersucht. Pro Betrieb wurden fünf Proben genommen, die sich über verschiedene Etagen und Trakte verteilten, wie das Kantonslabor am Mittwoch schreibt.
Bei fünf der elf Proben entsprach das Wasser nicht den gesetzlichen Grundlagen – der Höchstwert für Legionellen wurde überschritten. Bei vier Heimen wurde gar eine «massive Legionellenkontamination» aufgewiesen.
Die Resultate zeigten auf, so das Kantonslabor, dass die in den Pflegeheimen umgesetzten Massnahmen «häufig nicht ausreichen, um die Legionellenkonzentration in Duschwasser unter dem gesetzlichen Höchstwert zu halten».
Das Kantonale Labor werde deshalb weiterhin Duschwasser in Alters- und Pflegeheimen überprüfen.
Heime müssen einwandfreie Qualität gewährleisten
Die Heime sind oft grosse Gebäude mit einem weit verzweigten Wasserleitungssystem und komplexen Sanitärinstallationen, heisst es in der Mitteilung weiter. Einige Duschen werden deshalb möglicherweise nicht regelmässig gebraucht.
«Die damit verbundene Reduktion des Wasserumsatzes zusammen mit dem Auftreten von stehendem Wasser begünstigt die Legionellenvermehrung und macht die Wasserversorgung besonders anfällig für einen Befall mit Legionellen», schreibt das Kantonslabor.
Pflegeheime seien verpflichtet, die «einwandfreie Qualität des bereitgestellten Duschwassers» zu gewährleisten. (mei)
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