Unispital: Nicht mehr ganz so düsteres Ergebnis
2023 verzeichnete das USB ein Minus von rund 50 Millionen. 2024 ist es ein leichtes Plus.

Nachdem das Unispital Basel (USB) im Jahr 2023 einen XXL-Verlust von rund 50 Millionen Franken verzeichnet hatte, fällt der Geschäftsbericht des Jahres 2024 etwas weniger düster aus: Ein Mini-Plus in der Höhe von 0,2 Millionen Franken steht in den aktuellsten Büchern, wie das USB am Mittwoch mitteilte. Bedenkt man aber, dass das USB jährlich rund 1,4 Milliarden Franken einnimmt, kann kaum von einem Plus gesprochen werden, wie die BaZ es sinngemäss formuliert.
Betrachtet man zudem den Konzern, zu dem auch das Basler Bethesdaspital gehört, fällt das Resultat mit einem Minus von 2,6 Millionen negativ aus. Laut Mitteilung sind allerdings gewisse Trends auszumachen, die in eine gute Richtung zeigen: 2024 konnte das USB beispielsweise einen Umsatzzuwachs von 5,2 Prozent verzeichnen.
«Überdurchschnittlich» sei der Zuwachs von 7,8 Prozent im ambulanten Bereich gewesen, kommentierte Finanzdirektor Martin Gerber das Ergebnis am Mittwoch. Acht Millionen Franken habe das USB zudem bei den Personalkosten einsparen können – «durch optimierte Einsatzplanung».
UPK mit 5,2 Millionen im Plus
Auch die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel stellten am Mittwoch ihren Geschäftsbericht 2024 vor. Der Gesamtgewinn von 5,2 Millionen Franken liegt mit plus 0,4 Prozent leicht über dem Wert von 2023. Das positive Geschäftsjahr 2024 ermögliche «eine weitere Ausrichtung auf die sich verändernden gesellschaftlichen Bedürfnisse an die Psychiatrie».
Mit «neuen Angeboten und ausgezeichneter Forschung» hätten die UPK ihre Position als «eine der führenden psychiatrischen Kliniken der Schweiz» unterstreichen können. Die steigende psychische Belastung bei Kindern und Jugendlichen habe 2024 beispielsweise zur Eröffnung der Frühinterventionstagesklinik der UPK geführt, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen als «wichtige Anlaufstelle» dienen soll.
Ausgebaut haben die UPK auch die «stark nachgefragte» Eltern-Kind-Behandlung. Das «Home-Treatment-Angebot», das Patientinnen und Patienten auch nach einem Austritt aus der Klinik eine «Orientierungshilfe im Alltag» bietet, befinde sich ebenfalls «auf Erfolgskurs».
Ende 2024 habe der Grosse Rat die Finanzierung für 2025 bestätigt. «In diesem Jahr entscheidet er über eine Übernahme in den Regelbetrieb», heisst es in der Mitteilung der UPK vom Mittwoch. (mei)
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