Der Unterflurcontainer-Test beginnt Anfang Januar
Nach Einsprachen, Rekursen und Schnüffel-Tests startet das Pilotprojekt im Bachletten-Quartier demnächst. Das müssen Sie wissen.

Nach jahrelangen Streitereien, einer Abstimmung, Einsprachen und Rekursen ist es bald soweit: Am 2. Januar startet der Kanton Basel-Stadt den Pilotversuch zur Abfallentsorgung mit Unterflurcontainern im Bachletten-Quartier. Der Test läuft während eines Jahres an insgesamt 19 Standorten im Quartier. Das teilt das Bau- und Verkehrsdepartement am Dienstag mit.
Bewohnerinnen und Bewohner können, respektive müssen, während dieser Phase ihre Bebbi-Säcke zu den unterirdischen Containern tragen – die Stadtreinigung holt sie während der Testphase nicht mehr vor der Haustüre ab. Bioabfälle, Kunststoff sowie übriger Haushaltsabfall können täglich getrennt in verschiedenfarbigen Säcken entsorgt werden.
Abstimmung, Einsprachen, Schnüffel-Test
Der baldige Start der Pilotphase ist nur eines von vielen Kapiteln in der Causa Unterflurcontainer: Das Basler Stimmvolk hatte 2015 darüber abgestimmt, ob es auf dem ganzen Stadtgebiet Unterflurcontainer anstelle der aktuellen Strassensammlung geben soll. Die Stadtreinigung versprach sich davon Einsparungen der Ressourcen.
An der Urne resultierte ein klares Nein. Später lancierte der Kanton dennoch das Pilotprojekt im Bachletten-Quartier, das allerdings über Jahre durch Einsprachen und Rekurse verzögert wurde. Von Anwohnenden kamen verschiedene Einwände: von möglichen Geruchsemissionen bis zu Sorgen zur Erreichbarkeit der Sammelstellen. 2022 liess das Baudepartement deswegen sogar Geruchstests durchführen (Prime News berichtete).
Tägliche Entsorgung möglich
Der Versuch findet zwischen Elsässerbahn, dem Schützenmattpark, der Schützenmatte und dem Zolli statt. An den 19 Sammelstellen können Bachlettenbewohner ihre Abfälle nun bald in verschiedenfarbigen Säcken in ein und denselben unterirdischen Container werfen – jeweils werktags von 6 bis 23 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 19 Uhr.
Anschliessend werden diese in eine Sortieranlage transportiert und nach Farben getrennt. Die blauen Bebbi-Säcke kommen wie bisher in die Kehrricht-Verbrennungsanlage. Rüst- und Speiseabfälle werden in der Biogasanlage in Pratteln vergärt und verwertet.
Die Abfuhr weiterer Abfallarten wie Grobsperrgut, Papier und Karton oder Metall bleibt während des Pilotversuchs unverändert.
Die Basler Bio-Säcke sind ab Mitte Dezember 2025 in den Coop-Filialen Bachletten und Neuweilerplatz erhältlich, so das BVD. Die 10-Liter-Säcke kosten 70 Rappen pro Stück.
Mit den violett-transparenten RecyBag-Kunststoffsammelsäcken können Abfälle wie Folien, Becher, Tuben, Schalen oder Getränkekartons recykliert werden. Die RecyBag-Säcke sind bereits seit 2023 in ausgewählten Basler Coop-, Denner- und Lidl-Filialen erhältlich.
Auswertung folgt
Zur Beurteilung des Pilotprojekts verschickt der Kanton Basel-Stadt zwei Umfragen an rund 2’000 Haushalte im Testgebiet: Die erste erfolgte schon im Oktober 2025 – also vor Beginn des Versuchs –, und die zweite im Jahr 2026, gegen Ende des Pilotversuchs.
Danach beurteile der Kanton, ob die Abfallentsorgung mit Unterflurcontainern und dem System «Sack im Behälter» in der ganzen Stadt sinnvoll wäre. Sowohl in umweltfreundlicher als auch kosteneffizienter Hinsicht. (as)
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