Mehrheit der Cliquenkeller kann an der Fasnacht öffnen
73 Fasnachtslokale wurden kontrolliert. Die meisten müssen Anpassungen beim Brandschutz vornehmen, dann ist der Betrieb aber möglich.
Sie haben die letzten anderthalb Wochen für viel Wirbel gesorgt in der Fasnachtsszene: Die Kontrollen der Cliquenkeller auf deren Brandschutzkonformität. Die Begehungen im Hinblick auf die Fasnacht 2026 seien nun mehrheitlich abgeschlossen, teilt die Basler Regierung am Mittwoch mit.
Bei der grossen Mehrheit der 73 kontrollierten Keller gibt es Anpassungsbedarf, wobei sich in über 90 Prozent der Fälle bereits «einvernehmliche Lösungen» abzeichnen würden, heisst es in der Mitteilung. So also, dass die Cliquen ihre Keller mit kleineren Anpassungen betreiben können.
Am häufigsten (knapp 60 Keller) zeigte sich Anpassungsbedarf bei der Fluchtwegsituation (Freihaltung, Fluchtwegtauglichkeit von Türen, Notausgangsbeschilderung, Sicherheitsbeleuchtung und mehr), gefolgt von Handlungsbedarf in Bezug auf die Dekoration (gut 30 Keller) und bei rund 15 Kellern bestanden organisatorische Lücken betreffend den Personen-Kapazitäten.
Prime News war bei der Begehung des Räppli-Källers mit dabei. Im Video-Beitrag gibt es die Einblicke:
Klärungsbedarf bei 18 Kellern
In 18 Fällen bestand aufgrund der baulichen oder organisatorischen Situation «vertiefter Klärungsbedarf», wie es die Behörden formulieren. So sorgte etwa der Ari-Keller der Alti Richtig für mediale Aufmerksamkeit, weil aus den Laternen, die die Decke zieren, hätten Stücke herausgeschnitten werden müssen. Dem wollte die Clique nicht nachkommen.
Auch in der Mehrheit dieser Fälle hätten jedoch gemeinsam mit der Feuerpolizei einvernehmliche Massnahmen definiert werden können. «Bei einer Handvoll Keller sind im Rahmen weiterer Begehungen bis Anfang nächster Woche noch offene Punkte zu klären, um – wo möglich – ebenfalls sichere und praktikable Lösungen zu finden», heisst es dazu.
Unter dem Strich wurden bislang also keine Schliessungen verfügt. Die Schnurepfluderi haben selbst entschieden, ihren Keller an der Kornhausgasse an den drei scheenschte Dääg geschlossen zu halten, wie Prime News publik machte. Dies, weil der Aufwand für die Anpassungen zeitlich nicht mehr drinliege.
Während der Fasnacht werden wie angekündigt stichprobenweise Kontrollen der Cliquenkeller durchgeführt.
Ersatzstandorte entlang der Cortège-Route
Die plötzliche Strenge, mit der die Auflagen nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana nun angewandt werden, hat zuletzt auch Kritik und vor allem Unsicherheit in der Fasnachtsszene ausgelöst.
Wegen der Kapazitätsbegrenzungen standen Formationen plötzlich vor dem Problem, nicht mal eigene Anlässe und Essen in ihrem Keller durchführen zu können. Und: An den drei scheenschte Dääg sind viele Restaurants bereits ausgebucht. Besonders junge Garden sind betroffen.
Fasnacht.ch hat daraufhin einen Hilfe-Aufruf lanciert und auch die Basler Regierung wollte Hand bieten. Für jene Cliquen, die einen Bedarf angemeldet haben, konnte innerhalb des Fasnachts-Perimeters eine Lösung für Unterbringung und Verpflegung in kantonalen Gebäuden sowie Universitätsliegenschaften gefunden werden, heisst es im Communiqué.
Fasnacht.ch meldet zudem, dass der Aufruf knapp 30 Gastbetriebe zu Reaktionen animiert hat. Insgesamt umfasst die laufend nachgeführte Liste rund 2’500 noch reservierbare Plätze für Fasnächtler, die in ihren Kellern nicht Abendessen oder die Pausen verbringen können. Naturgemäss sind viele der noch freien Kapazitäten eher in der Peripherie, etwa in Kleinhüningen oder an der Stadtgrenze in Allschwil. Aber auch in der fasnächtlichen «Kernzone» finden sich noch viele Möglichkeiten. (as)
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