Tamara Hunziker will Basler FDP-Präsidentin werden
Die 39-Jährige hat sehr gute Chancen auf das Amt – andere Kandidaturen fehlen bislang. Es geht auch um eine Image-Frage des Basler Freisinns.
Nun ist es also offiziell. Tamara Hunziker, bisherige Präsidentin der FDP Frauen beider Basel und Vize beim Basler Freisinn, will das Präsidium der FDP Basel-Stadt übernehmen. Nach der Rücktritts-Ankündigung von Johannes Barth, der das Amt die letzten fünf Jahre bekleidet hat, war Hunzikers Name schnell jener, der als erster als mögliche Nachfolge genannt wurde (Prime News berichtete).
Nun gibt die gut vernetzte Polit-Chefin beim Basler Gewerbeverband ihre Bewerbung um den Posten bekannt. Und sie definiert drei klare Ziele.
Das erste Ziel sei es, «Haltung» zu zeigen. Basel werde derzeit «links regiert», meint Hunziker. Und das mit sichtbaren Folgen. Wohnungen fehlten, weil überreguliert werde. Die Steuern seien zu hoch, «weil ideologische Starrheit wirtschaftliche Vernunft verdrängt». Ausserdem schwächle das Bildungssystem.
Die Basler FDP müsse klar benennen, was nicht funktioniert. Mit der Kaufkraft-Initiative und der Bürokratie-Stopp-Initiative der Jungfreisinnigen hätten bereits wichtige Zeichen gesetzt werden können.
Das Image der Alt-Männer-Partei soll weg
Zudem will Hunziker die FDP, die den Ruf einer Alt-Männer-Partei nicht so recht los wird, «frischer und jünger» machen. Prime News hat unlängst über die schwierige personelle Situation beim Freisinn berichtet. Die Hälfte der Grossratsfraktion muss wegen der Amtszeitbegrenzung schon bald in parlamentarische Pension. Und: Es fehlen junge Hoffnungsträger.
Ein Problem, das offenbar auch die 39-Jährige erkannt hat. Die Partei müsse noch mehr «junge Stimmen gewinnen, neue Gesichter einbinden und frische Ideen fördern». Als drittes Ziel will Hunziker die FDP als Partei der Wirtschaft halten und Unternehmerinnen und Unternehmer ansprechen.
Hunziker hat sehr gute Chancen auf den Posten: In der Partei ist sie beliebt, sie gilt als smart und gut vernetzt. Eine junge Frau an der Spitze würde dem Basler Freisinn zudem gut anstehen.
Und: Weitere Kandidaturen fehlen bisher. Renato Perlini, der gegenüber Prime News Interesse bekundet hatte, will nun Hunzikers Kandidatur stützen. Die Präsidiums-Wahl an der Generalversammlung vom 28. April könnte somit zur Formsache werden.
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