Umstrittener Palästina-Anlass in Dreirosenturnhalle geplant
Die SVP kritisiert «anti-israelische Propaganda in Schul-Turnhalle». Bewilligt sei ein «Sport- und Familienevent», heisst es aus dem Erziehungsdepartement.

Am kommenden Sonntag, ab 9.30 Uhr, soll unter dem Titel «Fight against Genocide» ein Anlass in der Dreirosen-Turnhalle stattfinden, der nun politisch für Wirbel sorgt. Auf dem Ankündigungsbeitrag in den sozialen Medien prangt martialisch ein riesiges Schwert.
Auf dem Programm steht ein «Stage Combat» (Bühnenkampf), ferner ein Kurs in «Dabke» (traditioneller levantinischer Reihentanz) und eine Diskussion über zivilen Widerstand im «frühen Deutschland und in aktuellen Zeiten».
Als Promotorin des Events figuriert unter anderem die Gruppe «Basel4palestine», deren Account auf Instagram im Dezember 2023 nach dem Hamas-Massaker eröffnet wurde. Diese veranstaltet seither in intensiver Frequenz Demos und Mahnwachen. Programm: Pro Palästina, gegen «Zion» oder «Zionismus». Der ähnlich lautende Account «Unibas4palestine» hatte zur Besetzung von Uni-Gebäuden aufgerufen.
Dass eine kantonale Turnhalle nun für «anti-israelische Propaganda» missbraucht werde, empört unter anderen SVP-Präsident Pascal Messerli, der als Grossrat einen Vorstoss zur Sache einreicht. Es sei «völlig inakzeptabel», dass der Kanton solchen Gruppierungen seine Infrastruktur zur Verfügung stelle. Er fordert «Aufklärung und Konsequenzen».
Amt: Bewilligt ist ein «Sport- und Familienevent»
Damit werde in einer kantonalen Infrastruktur ein einseitiges und «hoch problematisches» Narrativ verbreitet: «Der Vorwurf eines ‹Genozids› gegenüber Israel ist nicht nur politisch aufgeladen, sondern wird international gezielt zur Delegitimierung des jüdischen Staates eingesetzt.» Solche Begriffe seien geeignet, antisemitische Ressentiments zu schüren.
Öffentliche Schul- und Sportanlagen hätten «politisch neutral zu sein». Sie dürften nicht zur Plattform für ideologische Kampagnen missbraucht werden. Der Regierungsrat solle nun darlegen, wie es zu dieser Bewilligung kommen konnte.
Das Basler Erziehungsdepartement bestätigt auf Anfrage die Bewilligung für den Anlass durch das Sportamt: und zwar wurde er als «Sport- und Familienevent» bewilligt. Auf die Frage, ob die Durchführung von politischen Veranstaltungen in Schul-Turnhallen des Kantons gestattet sind, heisst es: Ja, das Sportamt vermietet seine Anlagen und Schulräumlichkeiten an Vereine, Cliquen, Firmen oder Privatpersonen.
Das Vorgehen der Gruppe, politische Anlässe zu tarnen, ist bereits bekannt. Im November 2024 machte Prime News publik, dass die Gruppe «Unibas4palestine» im Quartierzentrum LoLa im St. Johann-Quartier Palästina-Propaganda-Filme zeigte. Dabei habe «eine Person» der Universität Basel sich ans LoLa gewandt, «mit der Anfrage um eine Kooperation.» Dabei hatte die Uni nichts mit den Anlässen zu tun, wie diese auf Anfrage mitteilte. (cb)
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