Allschwil: Sechs Kätzchen in Recyclingstation ausgesetzt
Als die Tiere gefunden wurden, waren zwei der sechs Katzenbabys bereits verstorben. Die vier überlebenden Kitten wurden umgehend medizinisch versorgt.

Wer tut sowas? Am Donnerstag, 9. April 2026, wurden in einer Recyclingstation in Allschwil sechs erst wenige Wochen alte Katzenbabys entdeckt. Die Tiere wurden offensichtlich ausgesetzt. Die Kätzchen wurden anschliessend vom Finder ins Tierheim an der Birs gebracht, dies teilt die Stiftung TBB Schweiz am Dienstag mit.
Für zwei der Tiere kam die Rettung zu spät. Sie waren bereits verstorben. Die vier überlebenden Kitten wurden im Tierheim untersucht und medizinisch versorgt. Ihr Zustand ist weiterhin kritisch, sie kämpfen ums Überleben, heisst es in der Mitteilung der Stiftung.
Die Jungtiere seien schätzungsweise zwei bis drei Wochen alt und benötigten eine intensive Rund-um-die-Uhr-Betreuung. Um diese zu gewährleisten, wurden sie vorübergehend an eine erfahrene externe Pflegestelle übergeben. Dort werden sie im Zwei-Stunden-Rhythmus gefüttert und «liebevoll betreut», wie es weiter heisst.
Zum Schutz der Pflegestelle würden keine weiteren Angaben zur betreuenden Person gemacht.
Stiftung TBB hat Strafanzeige eingereicht
Unklar ist nach wie vor, ob alle Kitten die kritische Phase überstehen und sich stabilisieren. Dann sollen sie grundimmunisiert, gechippt, entfloht sowie auf Leukose getestet werden. Erst dann sei eine Vermittlung in ein neues Zuhause möglich.
Das TBB will die Tiere auf der Webseite publizieren, wenn sie zur Vermittlung bereit sind. Vor diesem Zeitpunkt will das TBB keine Interessentenanfragen entgegennehmen. Personen, die Hinweise zu den ausgesetzten Kitten, möglichen Halterinnen oder Haltern oder zum Aussetzen der Tiere geben können, werden gebeten, sich bei der kantonalen Meldestelle für Fundtiere Basel-Landschaft (Telefon 061 378 78 78, E-Mail: tierfundbuero@tbb.ch) oder direkt bei der Kantonspolizei Basel-Landschaft zu melden.
Das TBB weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren ein Verstoss gegen das Tierschutzgesetz und ein Offizialdelikt darstelle. In diesem Zusammenhang wurde Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Kantonspolizei Basel-Landschaft hat entsprechende Ermittlungen aufgenommen.
Die intensive medizinische Betreuung und die aufwendige Pflege der jungen Katzenbabys verursache hohe Kosten und erfordere grosse personelle Ressourcen. Das TBB bittet um Unterstützung aus der Bevölkerung. (Red)
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