Basel: Weniger Unfälle – Zahl der Todesopfer bleibt konstant
Die Zahl der Unfälle und Verletzten ist zurückgegangen. Dennoch bleibt die Zahl der Todesopfer unverändert – und menschliches Fehlverhalten weiterhin die Hauptursache.

Im Jahr 2025 hat die Kantonspolizei Basel-Stadt insgesamt 500 Verkehrsunfälle registriert. Das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Verletzten zeigt sich eine positive Entwicklung: 234 Personen wurden leicht verletzt (–5 %), 101 schwer verletzt (–11 %). Unverändert blieb hingegen die Zahl der Todesopfer – wie bereits im Vorjahr verloren fünf Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben.
Die tödlichen Unfälle ereigneten sich unter anderem auf der Schwarzwaldallee, der Elisabethenstrasse / De Wette-Strasse sowie der Lörracherstrasse. Auch Fussgängerstreifen am Wettsteinplatz und an der Zürcherstrasse waren Schauplätze tödlicher Ereignisse.
Rückläufig sind die Unfallzahlen in mehreren Verkehrskategorien. Besonders deutlich ist der Rückgang bei Velounfällen, die um 15 Prozent auf 73 Fälle sanken. In 27 Fällen galten die Velofahrenden selbst als Hauptverursacher. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Die Zahl der E-Bike-Unfälle blieb mit 51 Fällen stabil.
Häufigste Unfallursache bleibt falsches Verhalten im Verkehr
Auch Fussgängerinnen und Fussgänger waren seltener in Unfälle verwickelt: Die Zahl sank um 17 Prozent auf 45 Fälle, wobei drei Menschen tödlich verletzt wurden. E-Trottinett-Unfälle gingen um 18 Prozent auf 14 Fälle zurück. Ebenfalls deutlich gesunken ist die Zahl der Motorradunfälle (–18 % auf 53 Fälle). Unfälle mit fahrzeugähnlichen Geräten blieben mit drei Fällen unverändert.
Als häufigste Unfallursache nennt die Polizei weiterhin das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden. Dazu zählen insbesondere Missachtung des Vortritts, Alkohol am Steuer sowie ungenügender Abstand. Zugenommen haben hingegen Unfälle beim Fahrstreifenwechsel, oft aufgrund mangelnder Rücksichtnahme.
Die Kantonspolizei betont, dass alle Verkehrsteilnehmenden zur Sicherheit beitragen können – durch regelkonformes Verhalten, Aufmerksamkeit und das Fahren in fahrfähigem Zustand. Speziell das Tragen eines Velohelms könne die Folgen von Unfällen deutlich reduzieren.
Parallel dazu arbeiten Polizei und kantonale Stellen weiter an der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Unfallhäufungsstellen werden systematisch analysiert und, wo möglich, entschärft. Im Fokus stehen dabei vor allem selbsterklärende und fehlertolerante Strassenräume. (mei)
Die kostenlose Prime News-App – jetzt herunterladen.
Angebote
Globi und die Energie
Von Erdöl, Klimawandel und Solarzellen. Ein Sachbuch für Kinder.
Globi und die Energie
Für den Kauf werden Sie auf die Seite unseres Promotionspartners geleitet.
Noch keine Kommentare