Helvetia-Baloise hat bereits 1'100 Stellen abgebaut
Nach der Megafusion präsentiert die Versicherungs-Gesellschaft zudem einen Gewinn von über eine Milliarde Franken.
Was bereits klar war: Die Ende 2025 formell abgeschlossene Fusion der beiden Versicherungen Helvetia und Baloise würde bis zu 2’600 Angestellten ihren Job kosten. Die meisten davon, 1’800, in der Schweiz. Wie aus der heute Mittwoch publizierten Jahresbilanz hervorgeht, wurden davon bislang bereits 1’100 Stellen abgebaut.
Zahlentechnisch profitiert die nun zusammengeschlossene Helvetia-Baloise: Zusammen haben sie für das Geschäftsjahr 2025, in denen sie grösstenteils noch unabhängig wirtschafteten, ein Gewinn von über einer Milliarde Franken erzielt.
Helvetia steigerte den operativen Gewinn auf 633 Millionen Franken. Das entspricht einem Zuwachs von 19,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis war in erster Linie auf das starke versicherungstechnische Ergebnis im Nichtlebengeschäft zurückzuführen.
Die Baloise ihrerseits erwirtschaftete einen Aktionärsgewinn von 409.6 Millionen Franken und damit ein Plus von 6.4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um fusionsbedingte Einmaleffekte hätte der Gewinn deutlich höhere 570.6 Millionen Franken betragen.
Die Aktionäre freuts: Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2025 nun eine Dividende von 7.70 Franken je Aktie vor. Dies entspricht einer Ausschüttung von 765.5 Millionen Franken, was einer Erhöhung um 5.4 Prozent gegenüber der kombinierten Auszahlung beider Unternehmen im Vorjahr entspricht.
Jede zehnte Stelle fällt weg
Laut der Medienmitteilung schreite die Integration von Helvetia und Baloise «planmässig voran». Bis Ende 2025 wurden gemäss Hochrechnungen Synergien und Effizienzen von 139 Millionen Franken realisiert. Insgesamt strebt die Gruppe Synergien und Effizienzgewinne in Höhe von jährlich etwa 650 Millionen Franken an. Bis Ende 2028 soll dieses Ziel zu 90 Prozent erreicht werden.
Dies geschieht zu grossen Teilen durch einen immensen Stellenabbau. Weltweit beschäftigt die Versicherung rund 22’000 Personen. Mit dem geplanten Abbau von bis zu 2’600 Positionen wird somit bis 2028 jede zehnte Stelle gestrichen.
Stand Ende des ersten Quartals 2026 geschah dies bereits bei 1’100 Vollzeitstellen. Dies beinhaltet Fälle, in denen Mitarbeitende entweder selbst das Unternehmen verlassen haben, oder die Kündigung erhielten.
Der Stellenabbau erfolge durch eine «Kombination verschiedener Massnahmen», heisst es in der Mitteilung von Helvetia-Baloise: darunter Frühpensionierungs-Programme, natürliche Fluktuation sowie – wo unvermeidbar – Kündigungen.
Operativ soll die Fusion vor allem in den Märkten Schweiz und Deutschland sichtbar werden. In der Schweiz ist die operative Zusammenlegung der Versicherungsgesellschaften bis Mitte 2026 geplant, vorbehaltlich der Zustimmung der Finanzmarktaufsicht. Erste gemeinsame Produkte sollen im Sommer 2026 auf den Markt kommen. (as)
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